Arbeitsmarkt bleibt auch im Juni dynamisch

Aktuell sind im Erzgebirge 7161 Menschen arbeitslos - Quote fällt auf 4,1 Prozent

Annaberg-Buchholz.

Der Aufwärtstrend auf dem regionalen Arbeitsmarkt hat auch im zurückliegenden Monat angehalten: "Der Arbeitsmarkt zeigt sich auch im Juni dynamisch und aufnahmefähig. Die Arbeitslosenzahlen sind weiterhin im Abwärtstrend", konstatierte Nino Sciretta von der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz am gestrigen Montag bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen. Nach Angaben des Agenturleiters haben im vorangegangenen Monat im Erzgebirge rund 700 Personen eine neue Beschäftigung aufgenommen. Die Anzahl der Arbeitslosen liege damit bei 7161 und befinde sich "auf einem historischen Tief". Der Rückgang sei dabei sowohl bei der Arbeitsagentur - dort reduzierte sich der Bestand um sechs Prozent - als auch beim Jobcenter spürbar. Dort ging die Arbeitslosigkeit um vier Prozent zurück.

Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt damit im Bereich der Agentur bei 4,1 Prozent. Im Vergleich: Ende Mai hatte die Statistik eine Quote von 4,3 Prozent ausgewiesen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Rückgang noch deutlicher. Damals lag die Quote bei 4,5 Prozent. Unterschiedlich fällt der Blick in die einzelnen Geschäftsstellenbereiche im Erzgebirge aus. Dabei führen die beiden Regionen Zschopau und Stollberg die Statistik an - mit einer Quote von jeweils 3,6 Prozent. Es folgen Marienberg mit 3,9 Prozent und Annaberg-Buchholz mit 4,3 Prozent. Knapp dahinter rangiert sich Schwarzenberg mit 4,4 Prozent ein. Deutlich abgeschlagener zeigt sich dagegen Aue mit 4,8 Prozent.


Insgesamt hat laut Nino Sciretta der Beschäftigungsaufschwung in der Region etwas an Fahrt verloren. So waren zum letzten aktuellen Stichtag - dem 31. Dezember 2018 - insgesamt 116.827 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das entspricht einem Zuwachs von rund 577 Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr. Im vorangegangenen Quartal - also Ende September 2018 - waren 684 Beschäftigte mehr gemeldet. Eine Entwicklung, die in der Region aber vor allem auf demografische Faktoren zurückzuführen ist, erläutert der Chef der Arbeitsagentur: "Etwa 30 Prozent der Bevölkerung sind älter als 65 Jahre. Ein hohes Durchschnittsalter im Erzgebirgskreis und damit verbundene Altersabgänge in Rente wirken sich auf den Anteil sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter aus."

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