Areal am Speichersee wird asphaltiert

Parkplatz an der Talstation in Oberwiesenthal steht seit Jahren in der Kritik

Oberwiesenthal.

In Vorbereitung der Junioren-Weltmeisterschaft in den nordischen Skidisziplinen Anfang des nächsten Jahres werden gegenwärtig in Oberwiesenthal Millionen investiert - vielfach in sportliche Anlagen, aber auch in die Infrastruktur des Kurortes. Und davon profitieren langfristig auch die Bewohner der Stadt und die Gäste. Ein Beispiel dafür ist der Parkplatz am Speichersee, der in diesem Jahr in Ordnung gebracht werden soll.

Das Areal steht seit Jahren in der Kritik. Prägen doch bei entsprechendem Wetter Schlamm und Pfützen das Bild. Dieses "Ärgernis für Gäste und Einheimische", wie es Bürgermeister Mirko Ernst (FDP) formuliert, soll mit dem Aufbringen einer Asphaltschicht endlich ein Ende haben. Anfang August soll nach jetzigem Planungsstand mit den Arbeiten begonnen werden. Das Bauende ist für Mitte beziehungsweise Ende Oktober anvisiert. Im Zuge der Arbeiten sollen auch die Entwässerung neu reguliert und der Weg zum Parkplatz ausgebaut werden. Die Planungsleistungen in einem finanziellen Umfang von fast 92.000 Euro sind bereits realisiert.


Problematischer wird die ebenfalls mit geplante Gestaltung eines Parkleitsystems. "Das lässt sich möglicherweise erst im nächsten Jahr realisieren", kündigt der Bürgermeister an. Ein ausschlaggebender Punkt dafür sei neben den vielfach ausgelasteten Firmen die schwierige Suche nach einem geeigneten System. Denn das soll perspektivisch nicht nur den Nutzern dieses Parkplatzes den Weg weisen, sondern möglichst einheitlich in der ganzen Stadt Anwendung finden. Allerdings werde ein solches komplettes Leitsystem derzeit nicht gefördert, sondern lediglich das für den Parkplatz am Speichersee.

Diskussionen gab es zur Bezeichnung des gesamten Vorhabens, das noch einmal Thema in der jüngsten Sitzung des Stadtrates war. In der entsprechenden Beschlussvorlage ist von der "Errichtung eines unentgeltlichen Parkplatzes" die Rede, was Stadtrat Heinz-Michael Kirsten (CDU) kritisch bewertete. Dabei handele es sich laut Bürgermeister um die "offizielle Lesart seitens des zuständigen Ministeriums", das neben dem Erzgebirgskreis als Fördermittelgeber fungiert. Die Kosten für die Anlage könnten aber durchaus aus Einnahmen gedeckt werden.

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