Aufräumarbeiten im Skigebiet kommen voran

Seit Dienstag arbeiten Spezialisten eines Forstunternehmens an der Beseitigung des Baumbruchs an den Pisten rund um den Fichtelberg. Zum Einsatz kommen schweres Gerät und Männer mit Gefühl.

Oberwiesenthal/Sehma.

Der aktuelle Betriebsstatus für das Skigebiet am Fichtelberg liest sich in diesen Tagen nicht gerade rosig: Aufgrund der Baumbruchgefahr ist lediglich der Lift 5 am Haupthang geöffnet. Auch die Rodelstrecke vom Fichtelberg und die Loipen und Wanderwege werden aufgrund der aktuellen Wettersituation nicht präpariert und sind für die Nutzung durch Wintersportler gesperrt.

Seit Dienstag kommt nun schweres Gerät zum Einsatz: eine Forstmaschine mit Hangausrüstung. "Unser Forwarder verfügt über eine Traktionsseilwinde und ein 550 Meter langes Seil. Daran angehängt ist es möglich, dass dieser Rückezug an Steilhängen mit einer Neigung von bis zu 45 Grad Holz ernten kann", erläutert Christian Hegenbarth. Sein Forstdienstleistungsunternehmen aus Sehma hat sich auf die mechanisierte Holzernte mit Harvester und Rückezug am Steilhang spezialisiert und kann damit Aufgaben in besonders kniffligen Gebieten ausführen.

45 Grad sind es zwar nicht unter der Trasse an der Himmelsleiter, doch der Hang hat eine erhebliche Neigung, hinzu kommt rund ein Meter tiefer Schnee auf präpariertem Untergrund, bis zu 1,70 Meter tief liegt er abseits davon. Seit Donnerstag vergangener Woche ist die Liftstrecke aufgrund des Baumbruchs geschlossen. Einen Tag lang kämpften sich Mann und Maschine die 1100 Meter lange Trasse unter dem Lift hinauf, auf einer Länge von rund 500 Metern mussten die unter der Schneelast umgestürzten Bäume aus den Seilen des Schlepplifts gehoben werden. Am Mittwoch dann wurde die Lifttrasse des Kurvenlifts, der auf den kleinen Fichtelberg hinaufführt, beräumt. Auch hier wurde zuerst das Seil am Forwarder abgerollt. Mit einem Schneemobil brachten die Männer das Seil dann nach oben und arretierten es an einem Ankerpunkt. So fixiert kann die Maschine den steilen, zum Teil vereisten und tief verschneiten Hang hoch- und runterfahren, ohne abzurutschen. Viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung ist erforderlich, um in diesem schweren Gelände und unter diesen Bedingungen zu arbeiten. Die Bäume, oder das, was von ihnen übrig ist, werden vorerst zu einem Sammelpunkt gebracht. Einige wenige Bäume müssen zudem zum Schutz von Personen und der Anlagen gefällt werden.

"Wir haben am Montagmittag angefragt, am Dienstag war das Team im Einsatz", sagt René Lötzsch, Geschäftsführer der FSB GmbH. Und er lobt: "Die Männer haben viel Feingefühl bewiesen. Auch unsere Mitarbeiter waren bei diesem ehrgeizigen Einsatz vor Ort, damit die Liftanlagen schnellstmöglich wieder in Betrieb gehen können." Nun hofft der Betreiber, dass der Lift an der Himmelsleiter am Freitag wieder läuft. Ab Donnerstag ist der Kurvenlift wieder in Betrieb. "Die Rodelstrecke sowie die Pisten 2, 3 und 5 bleiben weiterhin gesperrt, bis der Sachsenforst die Waldsperrung aufhebt", so Lötzsch.

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