Aufträge für Krippenbau liegen fast im Limit

Millionenprojekt: Crottendorf vergibt Arbeiten in zwei Bereichen

Crottendorf.

Zwei Auftragsvergaben mit einem Gesamtumfang von mehr als 230.000 Euro hat der Crottendorfer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für den Bau einer neuen Kinderkrippe bewilligt. Dieser soll im Frühjahr in unmittelbarer Nachbarschaft der Kindertagesstätte "Bärenkinder" beginnen.

Bei den nun beschlossenen Ausgaben handelt es sich zum einen um Elektroarbeiten, für die vier Angebote bei der Gemeindeverwaltung eingegangen waren. Die wirtschaftlichste Offerte legte ein Unternehmen aus Treuen mit einer Summe von rund 104.600 Euro vor. Zum Vergleich: Das höchste Angebot lag bei gut 122.000 Euro, die Kostenberechnung bei 102.100 Euro. Die zweite Auftragsvergabe betrifft den Bereich Heizung, Lüftung, Sanitär. Dafür gingen nach einer Ausschreibung drei Angebote ein, das wirtschaftlichste kam mit rund 131.700 Euro von einer Firma aus Tannenberg. Daher erhielt es auch die Zustimmung des Rats. Das höchste lag laut Bauamtsleiterin Katrin Peschke bei gut 157.000, die Kostenberechnung bei rund 130.000 Euro.

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Angesichts der Tatsache, dass beide wirtschaftlichsten Angebote nah bei der Kostenberechnung lagen, sagte Bürgermeister Sebastian Martin (parteilos): "Das ist ein Super-Ergebnis, damit haben wir nicht gerechnet." Wie andere Gemeinden hatte es auch Crottendorf zuletzt oft mit höheren Baupreisen zu tun. So lagen etwa die Ende vergangenen Jahres vergebenen Baumeisterarbeiten für den Rohbau der Krippe mit 688.000 Euro gut 20 Prozent über der Kostenschätzung. Insgesamt sind bislang samt Fördergeld 1,6 Millionen Euro für die neue Kinderkrippe eingeplant, die einmal 50 Plätze zur Betreuung der Jüngsten bieten soll. Ob die Summe reichen wird, ist aber fraglich, wie es in einer der vorangegangenen Ratssitzungen hieß.

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