Aus Brache wird Herolds neues Schmuckstück

Die Harzerfabrik an der Dorfstraße ist Geschichte. Was die Stadt Thum mit dem Gelände an der Wilisch vor hat, kann sich sehen lassen.

Herold.

Das Wort Abriss hören sie in Herold nicht so gern, spätestens seitdem das Arno-Hecker-Heim verschwunden ist. Doch aus einem Abriss kann auch Schönes entstehen - so zu erwarten im Fall des Harzergeländes an der Dorfstraße. In dieser Woche wurden auf dem Areal der ehemaligen Strumpffabrik "August Harzer & Söhne" die noch vorhandenen Gebäude dem Erdboden gleich gemacht. Schon einmal waren dort die Bagger am Werk gewesen. Wie Bauamtschef Carsten Schubert berichtet, ließ das Landratsamt vor Jahren aus Sicherheitsgründen ein marodes Fabrikgebäude abreißen, dessen Schutt noch heute dort liegt. Diesmal wird jedoch alles weggeschafft. Viel mehr noch: Aus der Brachfläche an der Wilisch entsteht ein kleiner Park, der eine Reihe von Annehmlichkeiten verspricht.

"Ich glaube, das ist eine große Aufwertung für Mittelherold", sagt Carsten Schubert. Man habe bei den Planungen auch die Anregungen der Bürger weitestgehend einfließen lassen. Mit diesen hatte die Stadt ein Weimarer Landschaftsarchitektenbüro beauftragt, mit dem Thum schon in der Vergangenheit gute Erfahrungen gesammelt hatte.

So entstehen in Herold eine Grill- und Feuerstelle, ein Bolzplatz, ein Klettergerät für größere Kinder, ein Pavillon sowie eine Ladesäule, die sowohl für das Aufladen von E-Bikes als auch für den Betrieb von Veranstaltungstechnik genutzt werden kann.

Durch die Anlage wird auch die Dorfstraße für Fußgänger und Radfahrer mit der Straße "Am Graben" verbunden, bislang war dort kein Durchkommen. Der gut 100 Meter lange Weg soll auf Bürgerwunsch auch eine Beleuchtung erhalten.

Insgesamt geht es um rund 4000 Quadratmeter Fläche, bis Ende März soll alles beräumt sein. Im Anschluss, also im April, dürfte dann die Freiflächengestaltung beginnen, die bis Ende Juni dauert. Damit der Rasen ordentlich wachsen kann, bleiben die Anlagen aber wahrscheinlich bis Ende Oktober gesperrt. Neben dem Rasen soll es auch weitgehend naturbelassene Wiesenflächen geben, zudem ist die Pflanzung von 30 bis 40 Bäumen vorgesehen. Rund 610.000 Euro wird das Gesamtprojekt kosten, 80 Prozent des benötigten Geldes erhält Thum aus Fördermitteln der Europäischen Union.

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