Aus ehemals marodem Haus wird ein Vier-Sterne-Hotel

In der Kirchgasse 1 in Schlettau können Gäste der Stadt bald in einem Mix aus Historie und Moderne übernachten. Ein privater Investor wagte den Kauf und die Sanierung. Das Eröffnungswochenende ist schon ausgebucht.

Schlettau.

Am Anfang sah es ein wenig so aus, als ob da eigentlich nicht mehr sehr viel zu retten ist. Es geht um das historische Gebäude auf der Kirchgasse 1 in Schlettau. Das Dach war völlig marode, zum Teil bereits eingebrochen. Doch die Familie Seckel sah etwas in dem Haus, dessen Ursprünge wohl ins 18. Jahrhundert reichen. Und das, was sie damals sahen, können nun auch alle anderen sehen. Das alte Haus ist in den letzten Zügen, sich in ein Hotel zu verwandeln. Seit knapp zwei Jahren laufen die Bauarbeiten. Neues Dach, sanierte Fassade, ein Fahrstuhl im Inneren, fünf Hotelzimmer, ein Konferenzraum, eine Terrasse, ein Anbau, eine Bar mit Bibliothek ... sowohl innen als auch außen ist das Gebäude kaum noch wiederzukennen. In wenigen Tagen - am ersten Adventswochenende - ist Eröffnung.

Seit Beginn der Arbeiten hat sich einiges verändert. Ursprünglich sollte das barocke Bauernhaus eine Pension garni werden, also eine Art Frühstücks-Pension. Mittlerweile sind die Pläne zu einem Vier-Sterne-Hotel gewachsen. Das bedeutet auch, dass es in dem Haus eine Gaststätte geben wird, die zum einen die Hausgäste bewirtet, zum anderen auch für alle anderen an den Wochenenden geöffnet haben wird, erklärt Bauherr Frank Seckel. Betreiberin des Hotels wird seine Frau Silke Seckel sein. Und einen Namen gibt es natürlich auch: Boutique Hotel "Grüner Zweig".

Am Eröffnungswochenende können sich Interessierte von der Verwandlung des Hauses ein eigenes Bild machen. Ab 13 bis 16 Uhr finden stündlich Führungen statt, so Frank Seckel. Und das Hotel startet voll belegt. Eine eigene Homepage soll nach der Eröffnung folgen. Bei Booking.com ist es bereits zu finden. Noch geben sich die Handwerker die Klinke in die Hand. Seit dieser Woche werden die Möbel platziert. Der Fahrstuhl wurde in der vergangenen Woche eingebaut. Ziel sei es gewesen, Altes mit Neuem zu verbinden. So finden sich an vielen Stellen die historischen Balken wieder, die beispielsweise einen interessanten Kontrast zu den modernen Bädern bieten. Steinerne Treppen und Gewölbe treffen auf Lichtinstallationen. Und manchmal wurde auch ganz bewusst von der Architektin auf Retro gesetzt, wie sich beispielsweise im obersten Stockwerk bei den Lichtschaltern und Steckdosen zeigt. Die Investition wird am Ende eine siebenstellige Summe betragen. Drei bis vier Mitarbeiter kümmern sich künftig um das Wohl der Gäste. Ein Mammutprojekt neigt sich langsam dem Ende und ein neues Kapitel in der Geschichte des Hauses an der Kirchgasse 1 in Schlettau kann beginnen.

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