Ausgangsbeschränkung: Anzeigen und Platzverweise im Erzgebirge

Beamte treffen auf drei Männer, die in Oberwiesenthal Ski fuhren und Höhentraining absolvierten.

Oberwiesenthal/Zschorlau.

Die Bevölkerung im Erzgebirgskreis hat am ersten Tag nach Erlass weitreichender Ausgangsbeschränkungen offenbar verständnisvoll reagiert. Die Polizei musste laut Andrzej Rydzik, Sprecher der Direktion Chemnitz, am Montag nur zweimal eingreifen. Einmal 13 Uhr in Oberwiesenthal. Da seien Beamte auf drei Männer aus Markneukirchen und dem thüringischen Altenburg getroffen, von denen einer Ski fuhr, während die anderen Höhentraining absolvierten. Es gab Platzverweise und Anzeigen wegen Verstößen nach dem Infektionsschutzgesetz.

In Zschorlau versuchten rund 20 Leute, als Gruppe in einem Supermarkt einzukaufen. Es handelte sich laut Rydzik um Asylsuchende, die wegen der Sprachbarriere die Hygienebestimmungen nicht verstanden. Als dann Mitarbeiter der Malteser dolmetschten, zeigten sich alle bis auf einen einsichtig. Der Mann erhielt einen Platzverweis.

Auf dem Oelsnitzer Marktplatz hatten Polizeibeamte gegen 18 Uhr drei Kinder im Alter von zwölf und zwei Mal 14 Jahren aus Stollberg und Oelsnitz/Erzgeb. getroffen, die dort Roller fuhren. Die Kinder wurden an ihre Erziehungsberechtigten übergeben. (tw/kjr/sane)

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3Kommentare
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  • 16
    2
    uwe1963
    24.03.2020

    "Sport und Bewegung an der frischen Luft im Umfeld des Wohnbereichs"

    Was soll daran unklar sein ? Thüringen oder das Vogtland gehört sicher nicht zum Umfeld von Oberwiesenthal.

  • 10
    3
    quatschkopf
    24.03.2020

    Sport darf man machen aber in der heimischen Umgebung also in oder um den Wohnort. Da die zwei aber nicht aus Oberwiesenthal sind schätze ich mal das es daran lag.

  • 8
    10
    MatthiasWolf
    24.03.2020

    Wobei mir das unklar ist, da doch Sport treiben erlaubt bleibt?