Bäckereien dürfen jetzt doch Corona-Hilfe beantragen

Ministerium bestätigt: Für sie gilt gleiche Regelung wie für Gaststätten

Annaberg-Buchholz/Dresden.

Die befürchtete Ungleichbehandlung in Sachen Novemberhilfe ist zumindest für Bäckereien vom Tisch. "Bäckereien und Konditoreien mit angeschlossenem Cafébetrieb werden als Gastronomiebetriebe betrachtet. Soweit sie durch Schließungsanordnungen der Länder ihren Geschäftsbetrieb im November einstellen müssen, sind sie bei der Novemberhilfe antragsberechtigt", sagt Anna Sophie Eichler von der Pressestelle des Bundeswirtschaftsministeriums auf Anfrage der "Freien Presse".

Somit gilt auch für Bäckereien, dass sie eine Erstattung für Ausfälle auf diejenigen Umsätze geltend machen können, die dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen, also im Restaurant bzw. Café verzehrten Speisen. Noch Anfang der vergangenen Woche befürchtete der Landesinnungsverband Saxonia des Bäckerhandwerks, dass Bäckereien mit angeschlossenen Cafés leer ausgehen könnten. Geschäftsführerin Manuela Lohse bezog sich dabei auf den 1. Entwurf der Novemberhilfe. Darin kamen ihren Worten zufolge Bäckereicafés nicht vor.

Nun aber sollen auch sie von der vom Bund zur Verfügung gestellten finanziellen Unterstützung für Firmen profitieren können, die durch den neuerlichen Lockdown schließen mussten. Wie wichtig das für hiesige Unternehmen ist, verdeutlichen die Aussagen der Geschäftsführer der Annaberger Backwaren GmbH sowie der Bäckerei Roscher. Beide sprachen von einer jeweils sechsstelligen Summe, die ihnen durch die Schließung der Cafés in diesem Monat verloren geht. Und wie es im Dezember weitergeht, steht noch nicht fest. (tw)

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