Beliebteste Vornamen: Karl steht an der Spitze

Bei den Jungen haben sich die Eltern in Chemnitz im vorigen Jahr gegen den Trend entschieden - bei den Mädchen sind sie ihm gefolgt.

Chemnitz.

Vielleicht war es einfach Nostalgie und ein Faible für den früheren Namen der Stadt. Womöglich spielte auch der Nischel eine Rolle. Oder die Eltern haben sich am Erfolg des Basketball-Zweitligisten Niners Chemnitz berauscht und dessen Maskottchen Karli als Vorbild gewählt. Bei der Wahl des Vornamens für ihren männlichen Nachwuchs haben Mütter und Väter in Chemnitz im vergangenen Jahr jedenfalls für eine kleine Überraschung gesorgt. Nicht der deutschlandweite Seriensieger Ben landete auf dem ersten Rang - sondern Karl. Exakt 41-mal wurde der Name vergeben, einmal mehr als Emil. Auf den Plätzen drei und vier landeten Paul (33) und Ben (29). Vorjahressieger Henry musste sich mit Platz acht (21) begnügen. In den Top Ten taucht auch Kurt (20) auf. Das geht aus Daten des Chemnitzer Standesamtes hervor, die das Rathaus veröffentlicht hat.

Bei den Mädchen folgten die Chemnitzer Eltern dem bundesweiten Trend. Emma wurde wie im Vorjahr am häufigsten vergeben (38). Der Name ist auch in ganz Deutschland der am meisten gewählte. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Mia (35) und Ella (31). Wie schon in den Vorjahren kamen 2018 in Chemnitz mehr Jungen (1861) als Mädchen (1690) zur Welt. Gegenüber 2017 sank die Anzahl der Neugeborenen um 116 auf 3561. Im Vergleich zum Jahr 2016 ist das aber immer noch ein leichtes Plus. Exakt 97-mal halfen Geburtshelfer Zwillingen auf die Welt. In fast der Hälfte der Fälle handelte es sich um Jungenpaare, ein Viertel waren gemischte, ein weiteres Viertel Mädchenpaare. Einmal wurden sogar Drillinge geboren.

Die natürliche Bevölkerungsentwicklung in Chemnitz bleibt negativ. Der Grund: Es sterben mehr Menschen - 2018 waren es 4233 -, als zur Welt kommen. Der Effekt wird noch dadurch verstärkt, dass in der Geburten-Statistik auch Babys berücksichtigt werden, die zwar in Chemnitz zur Welt kommen, deren Eltern aber außerhalb wohnen.

Bei den Hochzeiten setzt sich ein Aufwärtstrend fort. 907 Paare gaben sich 2018 das Jawort, 42 mehr als im Jahr zuvor und 110 mehr als 2016. Beliebtester Ort, um den Bund fürs Leben zu schließen, war das Alte Rathaus (467), gefolgt vom Wasserschloß Klaffenbach. 13 Paare bevorzugten indes die Kühle der Felsendomen in Rabenstein.

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