Bergmannsvereine stellen Weichen für großes Fest

Zum 5. Sächsischen Bergmannstag in Ehrenfriedersdorf soll gigantische Bergparade auflaufen. Schon jetzt haben 1600 Teilnehmer gemeldet.

Ehrenfriedersdorf/Oelsnitz.

Der Sächsische Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine hat sich am Samstag in Oelsnitz zu seiner Landesdelegiertenversammlung in der Stadthalle getroffen. Mehr als 100 Vertreter der aktuell 63 Vereine aus ganz Sachsen waren dazu angereist. Insgesamt hat der Verband derzeit 3500 Mitglieder. Größter Verein ist die Historische Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft mit mehr als 400 Mitgliedern.

"Die Zahlen des Verbandes sind im Moment gleichbleibend. Aber natürlich macht sich die demografische Entwicklung auch bei uns bemerkbar. Unsere wichtigste Aufgabe für die Zukunft ist es, junge Leute zu akquirieren", sagte Geschäftsführer Franz-Peter Kolmschlag aus Freiberg.


Zentrales Thema der Versammlung war der 5. Sächsische Bergmanns-, Hütten- und Knappentag, der vom 8. bis 10. September in Ehrenfriedersdorf über die Bühne gehen wird. Zu dem dreitägigen Programm gehört das Bergmännische Chortreffen mit elf Ensembles und ein großer bergmännischer Zapfenstreich mit voraussichtlich rund 400 Habitträgern. "Das ist alles schon in trockenen Tüchern", sagte Ray Lätzsch. Der 47-Jährige wurde auf der Landesdelegiertenversammlung zum neuen Vorsitzenden des Landesverbandes gewählt. Diese Funktion hatte er bereits amtierend übernommen, nachdem der bisherige Vorsitzende Günther Zielke aus Seiffen im Januar aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.

Der Höhepunkt schlechthin beim Bergmannstag in Ehrenfriedersdorf aber soll die Große Bergparade werden. Laut Lätzsch haben dafür bis jetzt schon 1600 Teilnehmer gemeldet. "Diese Zahl wird aber sicher noch etwas steigen. Vermutlich werden es zwischen 1700 und 1800 Teilnehmer werden", sagte er. Mit dabei sind neben den sächsischen Vereinen auch Vertreter aller zehn Landesverbände und aus Tschechien.

Der Gastgeber, die 1338 gegründete Berggrabebrüderschaft Ehrenfriedersdorf, ist der älteste Verein des Verbandes. Sowohl personell wie auch finanziell ist das Fest eine Herausforderung, verdeutlicht Lätzsch: "Zwischen 120.000 und 130.000 Euro trägt die Kommune. Dazu kommt ein Zuschuss des Verbandes in Höhe von 30.000 Euro." Trotz des enormen Aufwandes haben sich bislang immer Bewerber gefunden.


Ehrenfriedersdorfer zum Bergmusikmeister ernannt

Zu Ehrenmitgliedern des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine sind am Samstag zur Landesdelegiertenversammlung Landrat Frank Vogel und der ehemalige Landesvorsitzende Günther Zielke (Seiffen) ernannt worden.

Der Titel Oberbergmusikmeister wurde Jens Kaltofen, Leiter der Kapelle der Saigerhüttenknappschaft Olbernhau-Grünthal und stellvertretender Landesvorsitzender, verliehen.

Zum Bergmusikmeister wurde Uwe Wendler, Bergmännischer Musikverein Ehrenfriedersdorf, und Gernot Müller, Singkreis Neustädtel, zum Bergliedermeister ernannt. Mit dem Titel Bergmeister wurden Mario Beierlein, Bergmännischer Traditionsverein Zwönitz, und der Verbandsschatzmeister Ulrich Schulze geehrt. (czd)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...