Betrüger fordern Zehntausende Euro

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Annaberg-Buchholz.

Der Aufmerksamkeit einer Sparkassenmitarbeiterin ist es zu verdanken, dass eine erzgebirgische Seniorin vor einem weiteren Geldverlust bewahrt werden konnte. Wie die Polizei informierte, hatte die Frau bereits in der vergangenen Woche einen sogenannten Schockanruf erhalten. Dabei hatte ihr ein angeblicher Anwalt mitgeteilt, dass ihr Enkel einen Autounfall verursacht hätte und dabei ein kleines Mädchen verletzt wurde. Um dessen Inhaftierung zu verhindern, sollte sie eine Kaution von mehreren Zehntausend Euro zahlen. Daraufhin hatte die Frau zweimal Geld an Boten übergeben. An diesem Dienstag wurde sie erneut kontaktiert - der Zustand des Mädchens habe sich verschlechtert und die Eltern forderten Schmerzensgeld. Daher begab sich die Frau mit einem Taxi nach Annaberg zur Sparkasse und hob einen hohen Geldbetrag ab. Eine Mitarbeiterin wurde stutzig, vermutete einen Betrug und schaltete die Polizei ein. Diese machte das Taxi und die Frau ausfindig. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Betrüger ihr gesagt hatten, bei Nachfragen zu Geldabhebungen Baumaßnahmen als Grund anzugeben. Angaben zur Höhe des entstandenen Schadens machte die Polizei nicht. Die Beamten raten, bei derartigen Anrufen gesundes Misstrauen an den Tag zu legen und selbst bei Angehörigen nachzufragen. (urm)

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