Bodenplatte für neuen Saal ist gelegt

Die ersten Konturen des neuen Gemeindezentrums in Annaberg-Buchholz werden sichtbar. Und beim Tag der offenen Baustelle wird es noch mehr zu entdecken geben.

Annaberg-Buchholz.

Eine wichtige Etappe beim Bau des neuen Gemeindezentrums für die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde in Annaberg-Buchholz ist gemeistert: "Die Grundplatte für den Saal ist gelegt", sagt Pfarramtsleiter Karsten Loderstädt. Mit Unterstützung von Eisenpfählen ist die Gründung errichtet worden - bedingt durch die Hanglage zur Kartengasse und den darunter befindlichen Felsen. Doch nicht nur deshalb spricht er von einer "abenteuerlichen Baustelle".

Denn der große Kran, der unmittelbar vor dem Haus der Kirche auf der Großen Kirchgasse aufgebaut ist, befördert das Baumaterial und gegebenenfalls auch notwendige Baumaschinen über das Dach des Hauses beziehungsweise das des Nachbarhauses auf die Baustelle. So entstehen Stück für Stück die äußeren Aufbauten des neuen Saales. Am 4. Oktober soll nach dem Erntedankgottesdienst in Sankt Annen die feierliche Grundsteinlegung für den Neubau nachgeholt werden.

Unterdessen ist im Inneren des Hauses schon viel passiert. So sind die Bauarbeiten in der ersten Etage bereits weitgehend abgeschlossen. "Dort fehlt nur noch der Fahrstuhl", erläutert Karsten Loderstädt. Und wenn dann das Mobiliar geliefert ist, wird die Superintendentur aus dem Erdgeschoss nach oben ziehen, wo auch die Kirchgemeinde noch zwei große Räume hat. Dann geht es mit den Bauarbeiten im Erdgeschoss weiter. "Wir werden bis zum Sommer des nächsten Jahres bauen", kündigt der Pfarrer an. Auf einen genauen Termin will er sich derzeit noch nicht festlegen - sind doch allein durch Corona noch zu viele unbekannte Faktoren mit im Spiel.

Was dagegen feststeht: Das eigens für das Bauvorhaben am Haus angebrachte Spendenbarometer ist gegenwärtig zur Hälfte gefüllt. Es sind also bisher rund 100.000 Euro an Spenden eingegangen. Noch einmal so viel wird aber benötigt. "Wir als Kirchgemeinde müssen einen Eigenanteil von 200.000 Euro aufbringen", erklärt der Pfarrer und spricht von Gesamtkosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro. Um das Eigenkapital aufzubringen, wird aktuell unter anderem bei den Sommermusiken in Sankt Annen regelmäßig Geld für den Neubau des Gemeindezentrums gesammelt. Und auch der 4. Oktober, der Tag der feierlichen Grundsteinlegung, soll laut Karsten Loderstädt genutzt werden, um weitere Spenden einzuwerben.

Bereits vorher - am 13. September, dem Tag der Kirchenvorstandswahl - wird es einen Tag der offenen Baustelle geben. Dann können die bereits neu gestalteten Räume in Augenschein genommen werden- einschließlich der kompletten Pläne für das neue Gemeindezentrum - und es kann die Baustelle besichtigt werden.

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