Brandschäden in Kirche behoben - Täter kommt davon

Vor einem Jahr ist ein Feuer in der Buchholzer Friedhofskirche gelegt worden - mit erheblichen Folgen. Wer es war, bleibt offen. Nicht zum ersten Mal in dem Stadtteil.

Annaberg-Buchholz.

Zum wiederholten Mal bleibt ein Brandstifter nach einem Feuer in Buchholz unerkannt. Im Fall eines Brandes, der vor einem Jahr in der Friedhofskirche gelegt worden war, konnte kein Täter ermittelt werden. Laut Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart wurde das Verfahren eingestellt. Indes ist die Nutzung des Gebäudes etwa als Winterkirche seit Kurzem wieder möglich. Auch wenn noch nicht alle Schäden behoben worden sind.

Das Feuer war am Morgen des 21.Januar 2018 bemerkt worden. Eine Passantin hatte sich gewundert, dass die Türen der Friedhofskirche offen standen und Friedhofsverwalter Peter Oettel informiert. Vor allem im Bereich des Dachstuhls gab es erhebliche Schäden, das Inventar - darunter Requisiten - wurde zerstört. Zudem war überall im Gebäude Ruß. Dennoch hatte man laut Oettel und nach Einschätzung der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz noch Glück im Unglück. Als diese eintraf, war eine Brandstelle im Erdgeschoss schon von selbst erloschen. Weitere fanden die Kameraden im Dachgeschoss. Es gelang ihnen, alle Glutnester zu erreichen und eine Brandausbreitung zu verhindern, sodass das Gebäude gerettet werden konnten. Dennoch war die Beseitigung der Schäden aufwendig. Sie betrafen zum einen den kirchlichen Teil des Objekts, zum anderen einen städtischen Bereich, zu dem etwa ein Abschiedsraum für weltliche Trauerfeiern gehört. Generell mussten Trauernde infolge des Brandes auf andere Örtlichkeiten ausweichen.

Während die Sanierung im Auftrag der Kirchgemeinde im Herbst fast abgeschlossen war, stand diese damals im städtischen Bereich zum großen Teil noch aus. Nun sind auch diese Arbeiten fast alle erfolgt - bis auf die Reinigung des verrußten Dachbodens im kommunalen Teil des Objekts. Möglicherweise sollen diese Arbeiten bei freien Kapazitäten Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes übernehmen, erklärt Stadtsprecher Matthias Förster. Die Leistungen in anderen Bereichen haben Handwerksbetriebe ausgeführt - dazu zählte etwa das Malern im Flur und in den Toiletten sowie das Sichern mehrerer Deckenbalken. Auch der Abschiedsraum wurde inklusive Fußboden wieder hergerichtet. "In dieser Woche sind noch die neuen Stühle gekommen", sagt Friedhofsverwalter Peter Oettel. Nun könne alles wieder in Anspruch genommen werden. Seit dem vergangenen Sonntag ist auch die Nutzung als Winterkirche wieder möglich, als solche dient die Friedhofskirche in der kalten Jahreszeit anstelle von St. Katharinen.

Die Brandstiftung vom Januar 2018 ist kein Einzelfall in Buchholz. Erst zwei Monate vorher hatte es beispielsweise einen Großbrand in einer leer stehenden ehemaligen Fabrik in dem Stadtteil gegeben. Auch in diesem Fall wurde kein Täter ermittelt. Aktuell ermittelt die Bundespolizei nach einem Vorfall zu Jahresbeginn.

Am Haltepunkt Annaberg-Buchholz Mitte, der im Stadtteil Buchholz liegt, sei eine Mülltonne in Brand gesetzt worden. Als eine Streife am 1.Januar vor Ort ankam, war das Feuer aber schon erloschen. Die Beamten gehen von einer Silvestertat aus. Bislang ist der Verursacher unbekannt.

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