Briten zum Urlaub in Seiffen gezwungen

Ein Pärchen aus England bleibt mit einer Panne im Erzgebirge liegen - und ist von der Region und ihrer Natur begeistert.

Seiffen.

Vor Antritt ihrer Europareise haben Hannah Bright und Alan Boulton aus Großbritannien weder Seiffen noch das Erzgebirge gekannt. Der Ort war für sie nur ein Platz zum Campen auf ihrem Weg nach Prag.

Die beiden Briten wollten im Spielzeugdorf nur eine Nacht verbringen. Wie immer haben sie danach ihre Siebensachen gepackt, den Motor des 1988er Ford angelassen und die nächste Etappe in Angriff genommen. Nach einigen Metern war jedoch Schluss. Der Vergaser hauchte sein Leben aus. Alan Boulton liebt Motoren und repariert sie selbst. Zu Hause hat er einen Triumph Spitfire stehen - das britische Cabrio pflegt er liebevoll. Werkzeug hat er selbstverständlich auch immer dabei. Ohne das passende Ersatzteil war er jedoch aufgeschmissen. Wo er es in Großbritannien bekommt, wusste er sofort. Deshalb bestellte er es in seinem Heimatland. Die Wartezeit musste Boulton mit seiner Freundin im Erzgebirge überbrücken und das vier Tage lang. "Wir haben nichts verpasst. Im Gegenteil, wir haben eine sehr schöne Gegend entdeckt", sagt Hannah Bright. Das Paar hatte seine Fahrräder dabei und erkundete die Gegend. Besonders die Bergabfahrten mitten im Wald haben die beiden lieben gelernt. "Das Gebirge ist wunderschön und das bei dem Wetter", sagt die 21-Jährige. Auch die vielen Läden haben sie beeindruckt. Das Erzgebirge werden sie in guter Erinnerung behalten. Ob sie wiederkommen, ließen die Studenten aus Bristol offen. Ausschließen wollten sie es jedoch nicht. In Prag treffen sie Freunde, die im Gegensatz zu ihnen mit dem Flugzeug anreisen. Nachdem Hannah Bright und Alan Boulton über Dover, Dünkirchen, Antwerpen, Amsterdam, Berlin und Seiffen nach Prag gefahren sind, geht es über eine südliche Route wieder zurück nach Großbritannien.

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