Bürger sollen über Hartplatz mitreden

Die Zukunft des Spielfeldes in der Wiesenstraße sorgt nicht nur innerhalb des Thumer Stadtrates für rege Diskussionen. Diese werden fortgesetzt - zunächst nichtöffentlich.

Thum.

Gleich zu Beginn des Jahres steht die Stadt Thum vor einer schwierigen Weichenstellung. Es geht um die Zukunft des maroden Hartplatzes in der Wiesenstraße. Gewerbefläche, Sportareal, Feuerwehrdepotstandort oder Teillösungen: Aktuell ist alles noch offen. Dass es dazu ganz unterschiedliche Positionen gibt, zeigte die Ratssitzung kurz vor Weihnachten und auch im sozialen Netzwerk Facebook wird dazu diskutiert.

Jetzt wollen sich die Stadträte erneut mit dem Thema befassen: Für Donnerstag ist eine Sondersitzung anberaumt - hinter verschlossenen Türen. Warum diese Sitzung nichtöffentlich stattfindet, begründet das Rathaus auf Anfrage von "Freie Presse" damit, dass erst einmal frei und umfassend Ideen gesammelt werden sollen. Nicht nur zum Sportplatz, sondern auch etwa darüber, wo es weitere Gewerbestandorte geben könnte. "Es wird am 17. Januar keine Entscheidung gefällt", unterstreicht Bauamtschef Carsten Schubert. Die Bürger sollen dann in der öffentlichen Stadtratssitzung am 23. Januar die Chance erhalten, zu Wort zu kommen. "Es fällt auch kein Beschluss, bevor noch einmal mit allen Nutzern gesprochen wurde", so Schubert weiter. "Wir müssen Kompromisse finden", betont der Bauamtschef, der die Thumer auch ermuntert, für Ideen direkt mit Stadträten oder Stadtverwaltung Kontakt aufzunehmen.

Das kann auch als Appell an Facebook-Nutzer verstanden werden, die nach einem "Freie Presse"-Artikel zu dem Thema im Internet diskutierten. "Ich bin der Meinung, der Hartplatz soll ein Hartplatz bleiben. Nehmt den Kindern und Jugendlichen nicht alles weg, sie wissen sonst nicht, wohin sie sollen", schreibt eine Nutzerin. Andere bemängeln, dass in Thum viele Spiel- und Freizeitmöglichkeiten verschwunden seien oder in schlechtem Zustand wären. Es müsse viel in Thum angepackt werden, damit man wieder zum Titel der "familienfreundlichsten Stadt" zurückkomme, schreibt ein weiterer Facebook-Nutzer. Der Thumer Giso Lieberwirth befürwortet den Umbau des Hartplatzes zu einem aufgeteilten Kunstrasenplatz, für Fußball und andere Sportarten wie Handball. Das wäre gut für Schul- und Breitensport, glaubt er. Die Kosten für einen großen Kunstrasenplatz hatte die Bauverwaltung indes kürzlich im Stadtrat auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt. Derweil steht im Januar ein anderer Termin an, bei dem die Stadt die Bürger ins Boot holen möchte. Am 22. Januar findet in Herold eine Einwohnerversammlung statt. Es geht um Ideen für die Gestaltung eines Teils des alten Harzer-Geländes an der Wilisch. Die Veranstaltung beginnt 18 Uhr, der Ort wird noch bekanntgegeben.

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