Bürgermeister bekommt neuen Dienstwagen

Großrückerswaldes Ortschef fährt künftig mit einem Skoda Fabia zu Terminen - Beschluss geht Debatte voraus

Großrückerswalde.

Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt sich unter anderem in einem Audi A 8 chauffieren. Jörg Stephan, CDU-Parteikollege und Großrückerswalder Bürgermeister, fährt künftig einen Skoda Fabia als Dienstwagen. Der Gemeinderat segnete den Kauf in seiner jüngsten Sitzung einstimmig ab. Doch es herrschte Klärungsbedarf. Ursprünglich sollten die Volksvertreter schon in der vorangegangenen Zusammenkunft über einen Ersatz für den bei einem Unfall beschädigten VW Golf abstimmen. Doch seitens der Wählervereinigung Pro Großrückerswalde kamen Fragen auf. Wie werden private Fahrten abgerechnet? Wäre Leasing günstiger als ein Kauf? Welcher Fahrzeugtyp ist angebracht? Reicht nicht auch ein Dacia? Die Entscheidung wurde vertagt. Der Bürgermeister hatte zu der Sitzung urlaubsbedingt gefehlt. In der nun folgenden Zusammenkunft erläuterte Stephan die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Es sei in einer sächsischen Verordnung festgelegt, dass Bürgermeister ihre Dienstfahrzeuge auch für Privatfahrten nutzen dürfen. Der Brutto-Listenwert des Autos werde von Stephan mit einem Prozent versteuert. Zudem käme es auch nicht vor, dass er außerhalb von Sachsen mit dem Dienstwagen unterwegs sei, betonte der Ortschef. André Schönherr, Mitarbeiter der Verwaltung, legte dar, dass ein Barkauf die wirtschaftlichste Lösung sei. Das habe eine Vergleich von Kreditkauf, Leasing und Barkauf ergeben. Die Fragen schienen damit geklärt. Alle Räte stimmten den rund 10.000 Euro außerplanmäßigen Ausgaben zu. Der Skoda kostet etwa 12.000 Euro. 2000 Euro erhält die Gemeinde für den alten Golf. (rick/geom)

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