Bürgermeister darf Auftrag über Viertelmillion Euro vergeben

Die Arbeiten an der Thumer Turnhalle sollen durch die Sitzungspause des Rates nicht gefährdet werden. Mitunter fällt es schwer, Firmen zu finden.

Thum.

Die Arbeiten zum Erweitern der Thumer Turnhalle an der Wiesenstraße zu einer Zweifeldhalle schreiten voran. Dabei fällt es oft nicht leicht, bei den Ausschreibungen Firmen zu finden, wie Bauamtsleiter Carsten Schubert zur jüngsten Ratssitzung sagte. Im Tiefbau sei die Auftragslage für die Unternehmen aufgrund zurückgehender Förderungen schwer, doch im Hochbau sehe es wegen privater Investitionen ganz anders aus. "Es ist für uns richtig schwierig, Firmen zu finden", so Schubert. Und da rede er nicht über das Nutzen anonymer Vergabeportale im Internet, sondern man telefoniere aktiv hinterher, um Unternehmen dazu zu bewegen, Angebote abzugeben. Ein Beispiel: Die Fliesenarbeiten, für die am Ende nur ein Angebot einer Ehrenfriedersdorfer Firma über rund 13.400 Euro vorlag. "Das bewegt sich im Rahmen der Schätzungen, wir müssen daher die Ausschreibung nicht aufheben", so Schubert zu den Räten, die dem Angebot zustimmten. Bei den Malerarbeiten gingen bei acht angefragten Firmen drei Offerten ein - den Zuschlag erhielt ein Chemnitzer Unternehmen für knapp 7500 Euro. Den Prallschutz (15.300 Euro) übernimmt eine Firma aus Wusterhausen in Brandenburg, die Leistungen für den Sportboden (58.300 Euro) eine Firma aus Westerkappeln in Nordrhein-Westfalen. Diese Arbeiten werden wohl aber erst Ende September erfolgen können, so Schubert. Nicht die letzten Baulose für die Turnhallenerweiterung, die zu vergeben sind - jedoch hat der Stadtrat nun Sitzungspause. "Wir wollen den Fortgang der Arbeiten nicht gefährden", sagte Bürgermeister Michael Brändel. "Es besteht die Option, dass der Bürgermeister ermächtigt wird, bis zu einer Obergrenze Vergaben vorzunehmen." Dem folgten die Ratsmitglieder. Brändel darf so über die Lose Innentüren/-tore (40.000 Euro) und Sportgeräte (45.000 Euro) entscheiden, auch das Vergeben der Fassadenarbeiten für eine Viertelmillion Euro obliegt ihm. "Ich bedanke mich für den Vertrauensvorschuss", so der Ortschef.

Brändel, der zur Wahl im Oktober nicht mehr antritt, hofft indes, noch als Bürgermeister die Halle den Nutzern übergeben zu können - womöglich im Spätherbst.

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