Bürgermeisterin verteilt Badetücher zur Babybegrüßung

Erstmals wurden in Thermalbad Wiesenbad neugeborene Gemeindemitglieder begrüßt. Berit Schiefer ließ sich dafür etwas Besonderes und Brauchbares einfallen.

Erstmals wurden Neugeborene im Thermalbad Wiesenbader Gemeindesaal begrüßt.

Von Sarah Hofmann

Gekreischt, gequiekt, gebrabbelt, gekichert und gelallt wurde gestern im Ratssaal der Gemeindeverwaltung von Thermalbad Wiesenbad. Und dabei handelte es sich nicht etwa um eine besonders wilde Haushaltsdebatte mit Sektausschank. Nein, es wurde die erste Babybegrüßung der Gemeinde gefeiert. Geladen waren die 30 seit Juni 2017 in Thermalbad Wiesenbad geborenen Mädchen und Jungen und auch ihre Eltern und Geschwister. Viele von ihnen nahmen die Einladung an.

Ergo: Der Saal war voller Leben, angestoßen wurde mit Tee und mildem Kinderfruchtsaft und statt Ratsdebatten stand ein großes Kennenlernen ins Haus. Berit Schiefer, selbst mehrfache Mutter, weiß aus eigener Erfahrung, dass derlei jungen Eltern aber durchaus zupasskommen kann. Bislang habe es nur noch keine Babybegrüßung gegeben. Sie rät den frischgebackenen Eltern: "Schauen sie sich gut um, lernen sie die anderen Eltern kennen. Sie werden sie in den nächsten Jahren immer wieder sehen." Denn auch wenn die ganz Kleinen sich zur Begrüßung hauptsächlich neugierig musterten, in den kommenden Jahren werden sie zusammen im Kindergarten spielen, gemeinsam die Schulbank drücken und wer weiß, vielleicht auch den ein oder anderen Schabernack in der Nachbarschaft treiben.

So oder so die Gemeinde Thermalbad Wiesenbad freut sich über den Nachwuchs. Denn der Klassenteiler der Wiesaer Grundschule liegt bei 28 Kindern. Wenn alle Kinder im Ort bleiben, ist nicht nur der Erhalt der Grundschule in sechs Jahren gesichert, sondern es besteht auch die Aussicht auf zwei Schulklassen. Um die neuen Gemeindemitglieder zu feiern, hatten sich Berit Schiefer und ihre Mitarbeiter ein besonderes Präsent einfallen lassen. "Man sollte nur Dinge verschenken, die man auch selber gerne haben möchte", so Schiefer. Daher hat sie in einer Firma in Geyer grüne Badelaken mit den vier Wappen der Gemeinde und dem Namen der Kinder besticken lassen. "Ich habe mich über Dinge gefreut, die man noch Jahre später nutzen kann", erzählt die Bürgermeisterin.

Die Freude über die Idee, aber auch über den Nachwuchs teilte sie auch mit mehreren Firmen ihrer Kommune. Diese spendeten fleißig, um die Badetücher-Idee zu finanzieren. Denn die Kinder sind nicht nur die Bürger von Morgen, sondern auch der Firmennachwuchs.

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