Bund stimmt Rastplatzbau an der B 174 zu

Bei Standortsuche müssen Kommunen Vor- und Nachteile abwägen

Reitzenhain.

Lkw-Fahrer und Anwohner, die einen neuen Rastplatz an der B 174 fordern, kommen ihrem Ziel ein Stück näher: Nachdem die Landesregierung vor Wochen Handlungsbedarf eingeräumt hatte, lenkt nun auch das Bundesverkehrsministerium ein. Das ergab eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Stephan Kühn. "Die Straßenbauverwaltung des Freistaates Sachsen wird daher beauftragt, Einzelheiten zu untersuchen", hieß es in einem Antwortschreiben.

Ein Parkplatz zwischen Chemnitz und Reitzenhain sei ohne Zweifel nötig, betonte der Amtsberger Bürgermeister Sylvio Krause. Er verwies auf die Situation der Lkw-Fahrer, die ihre Lenkzeiten einhalten müssen und dafür wenig geeignete Rastplätze fänden. Auf Amtsberger Flur käme das Gebiet infrage, das an den Kreisverkehr auf der B 180 grenzt. Laut Krause könnte dort statt eines Parkplatzes mit WC auch ein Autohof entstehen - ein kleines Gewerbegebiet, das Amtsberg Steuereinnahmen bescheren würde. Vor- und Nachteile müsse die Gemeinde abwägen: Ein Parkplatz bedeute auch Lärm und Abgase. Nach Ansicht der Landesregierung wäre ein Rastplatz auch am Grenzübergang Reitzenhain vorstellbar. Die Bürgermeister der Gemeinden Großolbersdorf, Zschopau, Gornau, Wolkenstein und Marienberg hatten im Januar 2016 mehr Parkflächen gefordert. Damals lehnten die zuständigen Behörden jedoch ab. Denn theoretisch müssen Rastplätze nur dann angelegt werden, wenn die Abschnitte zwischen den Orten länger als 50 Kilometer sind. Doch Landes- und Bundesregierung ließen sich unter anderem von Verkehrszählungen überzeugen: Zirka 1140 Laster passieren Tag für Tag den Grenzübergang Reitzenhain.

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