Corona: Diskussion um Anzeigen-Kampagne des Erzgebirgskreises

Bisher wandte sich der Kreis vor allem mit Pressemitteilungen und -konferenzen an die Öffentlichkeit. Nun startete er einen anderen Versuch. Darin heißt es, dass bald "Schicht im Schacht" sei, wenn sich die Erzgebirger nicht an die Regeln halten. Wie kommt das an?

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2222 Kommentare
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  • 5
    4
    MuellerF
    vor 7 Stunden

    "Und bezüglich der Personalsituation sollte man sich eher Gedanken machen ob die Personalpolitik der letzten Jahre dort angemessen war."

    Unbedingt! Das ist aber keine Aufgabe für jetzt im Krisenmodus...und erst recht keine Ausrede für Sorglosigkeit bezüglich Ansteckung mit/ Verbreitung von Corona.

  • 5
    6
    JochenV
    vor 18 Stunden

    Interessant, SimpleMan, und wie sieht es mit dem Nachweis des Erregers lt IFSG aus ?

  • 6
    6
    paral
    vor 18 Stunden

    Ich stelle fest und berichte aus eigenen Erleben. "Die Notwendigkeit der Kampagne" und die "Sturheit" der Gebirger können Sie in den Schacht schieben, um das mal höflich zu umschreiben. Meine langjährige Gewohnheit, arbeiten zu gehen, werde ich auch fortsetzen, denn von nichts kommt nichts.

  • 6
    13
    TWe
    22.11.2020

    @Annaberg und @paral
    Mit Ihren Statements machen Sie mehr als deutlich, wie notwendig eine solche Kampagne ist.

    Leider ist es damit aber unmöglich, dem offensichtlich weit verbreiteten Mangel an Bereitschaft zur gegenseitigen Rücksichtnahme und zum verantwortlichen Handeln im Sinne der Gemeinschaft zu begegnen.

    Das blöde ist eben nur, dass der Rest der Sachsen die Sturheit der Gebirgler ausbaden muss.

    Etwas anderes als Schimpferei auf den Landrat und das Beharren auf das Recht, den eigenen langjährigen Gewohnheiten -koste es, was es wolle- unter allen Umständen nachgehen zu können, ist aus Richtung Erzgebirge aktuell leider nicht zu vernehmen.

  • 10
    14
    KTreppil
    22.11.2020

    Dem Grunde nach stimmt, dass bald Schicht im Schacht ist, jeder kann da für sich etwas passendes rein interpretieren. Insgesamt halte ich diese und überhaupt alle Kampagnen betr. Corona für überflüssig, genau wie damals die Ostergrüße des MP, gibt's nichts besseres zu tun? Andererseits, solange man noch Zeit findet, sich sowas auszudenken, hat man sicher auch noch andere Kapazitäten? Bin aber nun auch auf den 3.Teil der Kampagne gespannt, was kommt da? Vielleicht frei nach Anton Günther "s is Feierohmd"....?

  • 14
    13
    Annaberg
    22.11.2020

    @TWe
    Da brauche ich keinen Mindestabstand einhalten. Ich kenne einige Pflegekräfte im EKA die auch die Meinung vertreten dass die Maßnahmen überzogen sind.
    Und bezüglich der Personalsituation sollte man sich eher Gedanken machen ob die Personalpolitik der letzten Jahre dort angemessen war.
    Ach ja, meine Wangen sind alle noch heil.

  • 11
    16
    paral
    22.11.2020

    TWe...im Pflegeheim, wohin ich mich einmal pro Woche hinbegeben darf, und in dem ich jedesmal anderes Personal antreffe, hat mir noch keiner der Angestellten gesagt, daß er die Maßnahmen für richtig empfindet. Es wird von einer "Übertreibung" gesprochen. Ungefragt wird dargelegt, daß es die Pflegebedürftigen nicht verdient haben, derart behandelt zu werden, z.B. durch Isolation auf den Zimmern. Man kommt auch mit anderen Angehörigen in Kontakt, die dasselbe berichten und auch so denken. Die Einrichtung am Rande des Erzgebirges beherbergt auch Chemnitzer, es kann als nicht nur an den "stocksturen Gebirglern" liegen. Warum versuchen Sie Panik zu schüren und Menschen gegeneinander auszuspielen, TWe und Freunde? Ihre Ratschläge sind sehr theoretisch. Schauen Sie auf die präsentierte Statistik und machen Sie Ihre Zahlenspiele, das Leben findet woanders statt, nicht am Schreibtisch. Schicht im Schacht ist hier noch lange nicht.

  • 26
    23
    Stefan1
    22.11.2020

    TWe besser kann man es nicht ausdrücken, vielleicht versteht es jetzt auch der letzte Querdenker. An die Adresse von Hr. Landrat Vogel gesagt, besser kann man es nicht beschreiben. Liebe Erzgebirger, wenn wir so weiter machen, ist wirklich bald Schicht im Schacht.

  • 39
    24
    TWe
    22.11.2020

    Liebe Corona-Kritiker und Querdenker unter den FP-Lesern. Sprechen Sie doch mal eine völlig willkürlich ausgewählte Pflegekraft (die Sie sicherlich in Ihrem weiteren Bekanntenkreis haben) an und erklären Ihr, dass die gegenwärtige "Corona-Panikmache" vollkommen unangemessen ist, alle Warnhinweise überzogen sind und die Maskenpflicht lediglich eine Gängelung der Bevölkerung darstellt.

    Ich rate bei dieser Aktion jedoch dringend dazu, den Mindestabstand einzuhalten. Es könnte anderenfalls sein, dass Sie die flache Hand der Pflegekraft unsanft an Ihrer Wange spüren.

    Für alle Begriffsstutzigen noch mal im Klartext: Die Situation in den Krankenhäusern ist bereits jetzt KRITISCH. Das betrifft einerseits die Anzahl der COVID-Patienten und andererseits die zunehmenden COVID-bedingten Ausfälle unter den Pflegekräften.

    Falls Sie mir das nicht glauben (wovon ich ausgehe), dann erkundigen Sie sich doch mal vor Ort, anstatt hier Ihre abstrusen Theorien zu verbreiten.

  • 38
    19
    ralf66
    22.11.2020

    @censor, na da sind wir ja froh Sie zu haben der einzige der hier richtig denkt. Vom Sofa aus denkt sich's auch besser anstecken kann man sich dort jedenfalls nicht. Nehmen Sie sich mal ein Taxi, Zeit haben Sie ja genug und fahren auf eine Intensivstation und sprechen dort einmal mit einem Arzt mal sehen ob der Ihren dunklen Geist etwas aufhellen kann, wir haben's erlebt was Corona macht und kennen mittlerweile viele die mit schweren Verlauf zu tun haben oder ordentlich Nachbeschwerden schon über lange Zeit haben.

  • 18
    27
    marcofischer89
    22.11.2020

    Bei 70% der Infektionen ist nicht klar woher sie kommen (Quelle RKI) und diese Anzeigen unterstellen mal schnell das alle Einwohner an dem ganzen Ergebnis mit ihrem handeln schuld sind und ja fast schon vorsätzlich bisher gegen so alles verstoßen was sich die Behörden überlegt haben. Lieber Herr Vogel auch wenn dem so wäre - Verbote, Drohungen, Denunzierung und Ähnliches funktioniert schon bei Tabak, Alkohol, Drogen (#ERZ ist da einer der Spitzenreiter in Deutschland, ich sag nur Crystal)... und mehr richtig gut! vielleicht sollten sie ihre Kenntnisse und Meinung zu Anreizen und Motivation von Menschen für eine Verhaltensänderung einmal hinterfragen...

  • 37
    19
    BuboBubo
    22.11.2020

    @censor: Danke für dieses illustrative Beispiel nichtlinearen Querdenkens! Vielleicht nehmen Sie sogar an, es merke keiner.

    Sie schrieben in Ihrem Beitrag nicht, "dass die Coronamaßnahmen seit 8 Monaten gelten", sondern: "Diese Regeln gelten nun, IMMER WEITER VERSCHÄRFT, seit 8 Monaten."
    Finde den Unterschied.

    "... eine 'Veränderung in der Infektionsdynamik' haben wir immer zu bestimmten Jahreszeiten."
    Eine Binsenweisheit. Mit den Jahreszeiten ändert sich sogar das Wetter. Die Frage ist nur: In welchem Herbst der vergangenen Jahre lagen dermaßen viele COVID19-Patienten in den Krankenhäusern wie gerade in diesem Jahr?

    Wenn Ihr Denkmuster, Corona wäre weiter nichts als ein harmloser Schnupfen oder eine saisonale Grippe, im Erzgebirge allgemein verbreitet sein sollte, wäre das eine mögliche Erklärung für die hohe Inzidenz dort - und ein Argument FÜR die umstrittene Anzeigenkampagne.

  • 31
    12
    SimpleMan
    22.11.2020

    @JochenV Die Anzahl positiv getesteter Personen im Verhältnis zu der Anzahl der Test steigt ständig und zwar auf ca. 9 % bei ca. 125.000 Tests in der 46 Kalenderwoche. Vor ein paar Wochen lag sie noch bei ca. 2,5 %.

    https://de.statista.com/infografik/22496/anzahl-der-gesamten-positiven-corona-tests-und-positivenrate/

  • 19
    36
    JochenV
    22.11.2020

    Wenn die Kampagne mit öffentlichem Geld geführt wird, sollte auch Wahrheit transportiert werden. Z.B. Wie sich seit Anfang des Jahres die richtig indizierte "Fall"zahl, d.h., die "positiven" Tests zur anzahl der zu dem Zeitpunkt ausgewerteten Gesamtzahl der Tests verhalten haben. Und dann vielleicht noch eine AUssage "Infektionen" nach den Vorgaben des IFSG (fordert NAchweis des Erregers selbst, udn dass er lebt und

  • 24
    30
    nnamhelyor
    22.11.2020

    Im militärhistorischen Museum in Dresden findet man viele (Propaganda)Exponate aus finsteren Zeiten. Die heutige Wortwahl, Aufmachung und die zu vermittelnde Botschaft einiger heutiger "Aktionen" haben dazu eine erschreckende Ähnlichkeit.

  • 35
    50
    meynhard
    22.11.2020

    Den Ausführungen von Censor gibt es nichts hinzuzufügen.
    Die flächendeckenden und fragwürdigen Tests schaffen erst die Grundlage für die allgemeine Panik.
    Bei Fußballern die heute positiv und am nächsten Tag negativ ausfallen wird das Zufallsprinzip mehr als deutlich.

  • 30
    54
    censor
    22.11.2020

    Bubobubo: "Wer nur linear denkt, wird natürlich Probleme haben, das Geschehen zu verstehen".

    Genau dieser Ansicht sind die Querdenker auch. Deshalb heißen sie ja Querdenker und nicht Lineardenker.

    Dass ich "Unsinn schreibe," wenn ich feststelle, dass die Coronamaßnahmen seit 8 Monaten gelten, bedarf weiterer Erklärung.
    Übrigens: eine "Veränderung in der Infektionsdynamik" haben wir immer zu bestimmten Jahreszeiten. Wer nicht die meiste Zeit seinem Lebens "im Koma" lag, hat das schon xmal erlebt.

  • 57
    27
    BuboBubo
    22.11.2020

    @censor: "Diese Regeln gelten nun, immer weiter verschärft, seit 8 Monaten."

    Sie merken aber schon, dass Sie Unsinn schreiben, oder? Dass Sie die letzten 8 Monate nicht im Koma lagen, hat man hier doch lesen können.

  • 64
    21
    BuboBubo
    22.11.2020

    @censor: "Man muss wieder mehr auf das Immunsystem und die Eigenverantwortung der Menschen vertrauen."

    Beides ist ein frommer Wunsch und von der Wirklichkeit längst überholt. Zum Immunsystem kann man sich in den Kliniken schlau machen, zur Eigenverantwortung bei den Querläufern.

    Wer nur linear denkt, wird natürlich Probleme haben, das Geschehen zu verstehen. Erschwerend kommen die Nachlaufzeiten hinzu. Infektionszahlen 10 oder 14 Tage nach Maßnahmebeginn, Todesfallzahlen noch später. Nicht umsonst ist Epidemiologie eine Wissenschaft. Es kommt dabei auf mehr an als den bloßen Augenschein. Wer im Herbst Äpfel und Blätter vom Baum fallen sieht, könnte auch meinen, dass schneller fällt, was schwerer wiegt.
    Dennoch sollte selbst dem Laien eine Veränderung der Infektionsdynamik seit Anfang November aufgefallen sein. Dass die Verheißungen einer fast normalen Weihnachtszeit nicht eintreten werden, ist allerdings ebenso klar zu erkennen. Mimimi wird daran nichts ändern.

  • 42
    81
    censor
    22.11.2020

    Diese Regeln gelten nun, immer weiter verschärft, seit 8 Monaten. Dennoch läuft das Infektionsgeschehen offenbar nach einem eigenen Modus ab - unabhängig davon, ob wir Lockdown machen, Masken tragen, Abstand halten usw.

    Es scheint ein großer Denkfehler im Management vorzuliegen. Man glaubt, viel Zwang helfe viel. Eine unwirksame Maßnahme wird nicht wirksamer, wenn man mehr davon nimmt. Nur der Schaden nimmt dann weiter zu.

    Ich glaube, man muss die Tests auf Zuverlässigkeit überprüfen, alle symptomfreien Probanden außen vor lassen und sich nur noch auf die wirklich behandlungspflichtigen Fälle konzentrieren - so, wie man das bei der Influenza schon immer macht.
    Die fällt auch in manchen Jahren schwerer aus als in anderen, trotz Impfmöglichkeiten, aber dort testete man nie Menschen vorauseilend, weil sie Kontakt mit Erkrankten hatten.
    Man muss wieder mehr auf das Immunsystem und die Eigenverantwortung der Menschen vertrauen. Hier läuft einiges aus dem Ruder.

  • 89
    25
    MuellerF
    22.11.2020

    " Angst ist nie ein guter Begleiter "

    Diese Aussage ist in ihrer Pauschalität falsch.
    Angst ist wichtig für das Leben & Überleben, denn sie sensibilisiert für Gefahren.
    Es ist nur immer die Frage, ob Angst begründet oder unbegründet ist - im Falle von Corona ist sie meiner Meinung nach begründet- und sollte daher zur Vorsicht & Umsicht anhalten- aber natürlich nicht zu kopfloser Panik.

  • 45
    72
    UweG
    22.11.2020

    Allein an der hohen Zahl an positiv Getesteten kann man nicht festmachen, dass die Erzgebirgler sich nicht an die Regeln halten. Was für Partys und Menschengemenge haben denn stattgefunden? Den Nachweis bringt man nicht. Vielleicht sind die Regeln einfach nicht wirksam?