Crottendorf ändert Straßennamen in zwei Fällen

Aus dem Güterweg im Ortsteil Walthersdorf soll ein Gutsweg werden. Auch eine andere Umbenennung wurde beschlossen. Denn es gab Probleme.

Walthersdorf.

Etwa 150 Einwohner im Crottendorfer Ortsteil Walthersdorf werden neue Adressen bekommen. Mit Zustimmung des Rats wird die Gemeinde in zwei Fällen die Straßennamen ändern. Hintergrund ist, dass es beide Male Adressdopplungen in Crottendorf und Walthersdorf gibt, was zu Schwierigkeiten geführt hat.

Wie der Rat einstimmig entschieden hat, wird die Scheibenberger Straße im kleineren Ortsteil künftig Alte Scheibenberger Straße heißen. Der Güterweg wird in Gutsweg umbenannt. Im zweiten Fall folgte das Gremium einem Vorschlag von Danilo Richter (Freie Wähler Bürgerforum) anstelle der Idee der Gemeinde, die zunächst Alter Güterweg favorisiert hatte. Doch Gutsweg kam insgesamt besser an. Dass die Adressänderungen in Walthersdorf und nicht in Crottendorf erfolgen, hängt damit zusammen, dass im kleineren Ortsteil weniger Einwohner davon betroffen sind. Anderenfalls wären es 275gewesen.


Was Gebühren für das Ändern der Adresse betrifft, so fallen solche für Betroffene laut Gemeinde nur bei den Fahrzeugpapieren an. Daher wird die Kommune pro Fahrzeug 20Euro zahlen, wenn die Änderung innerhalb von sechs Monaten erfolgt. Ebenso soll es laut Bürgermeister Sebastian Martin (parteilos) noch eine Pauschale von 20 Euro für die Betroffenen geben.

Doch warum die Umstellung? Die Adressdopplungen hätten etwa im Winter im Falle des Güterwegs zu einem Problem mit einem Müll-Entsorger geführt, sodass der Abfall an einer Stelle versehentlich nicht abgeholt wurde, weil es Verwechslungen gab. Veranlasst wird die Änderung jedoch auch im Hinblick auf Rettungsfahrzeuge. Seit einem Jahr werden solche von einer großen Rettungsleitstelle in Chemnitz aus koordiniert, die vorherige Rettungsleitstelle im nahen Annaberg gibt es nicht mehr. Damit gehe sicher langfristig Ortskenntnis bei den zuständigen Disponenten verloren, so die Befürchtung - unabhängig von aller Technik, die zur Verfügung steht.

Was die Gemeinde betrifft, so rechnet diese für die Umstellung mit Kosten von 500 Euro. Etwa zehn Schilder müssen ausgetauscht werden.

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