Debatte um erweiterte Schließzeiten

In Crottendorf tritt ab 2021 eine neue Regelung für Kitas und Hort in Kraft. Sie sollen neben bisherigen Schließtagen an einem Freitag pro Quartal nur bis zum Mittag öffnen. Das trugen nicht alle Räte mit.

Crottendorf.

Eltern in Crottendorf müssen sich ab 2021 auf erweiterte Schließzeiten in kommunalen Einrichtungen einstellen. Geregelt werden diese künftig in einer vom Gemeinderat mehrheitlich bestätigten neu gefassten Betreuungs- und Elternbeitragssatzung. Demnach bleiben Kitas und Hort wie bisher an Samstagen, Sonntagen, Feiertagen sowie vom 24. Dezember bis 1. Januar des Folgejahres geschlossen. Weiterhin gibt es maximal vier andere ganze Schließtage, das können Brücken- oder Konzepttage sein. Neu ist eine verkürzte Öffnungszeit an einem Freitag pro Quartal, an dem die Einrichtungen nur bis mittags geöffnet sind. Vor allem darüber gingen die Meinungen auseinander.

Laut Bürgermeister Sebastian Martin (parteilos) werden diese Nachmittage für Weiterbildungen und Besprechungen im Team benötigt. Diese müssten sonst samstags stattfinden und würden zu Überstunden führen, wodurch die Beschäftigten in der Woche fehlen. Dennoch sahen mehrere Räte die verkürzten Öffnungszeiten an vier Freitagen im Jahr skeptisch. "Ich bin nicht dafür. Wir müssen an die arbeitende Bevölkerung denken, die an Arbeitszeiten gebunden ist", sagte Jörg Lötzsch (CDU). Ina Brandt (Freie Wähler Bürgerforum), selbst im Handel tätig, pflichtete ihm bei. Auch Fraktionskollegin Beate Weißer-Lindner sprach sich gegen diesen Punkt aus. "Das ist nicht arbeitnehmerfreundlich", sagte sie. Sebastian Oehme gehörte zu den Räten, die es befürworteten, diesem Wunsch der Erzieherinnen und Erzieher nachzukommen. "Wenn Eltern das lange vorher wissen, ist das machbar", erklärte er. Und weiter: "Bei uns gibt es keine drei Wochen Schließzeit, wie das andernorts der Fall ist", so Oehme. Birgit Fiedler von der Verwaltung ergänzte, dass Weiterbildungen für das Personal Pflicht und dafür eine bestimmte Stunden-Anzahl vorgegeben ist. Letztlich stimmten neun Räte für und sieben gegen diesen Punkt. Die vier jährlichen Konzept- oder Brückentage als Schließtage wurden mit einer Gegenstimme beschlossen, die gesamte Satzung mit vier Gegenstimmen.

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