Der Feuer speiende Drache von Frohnau

Der Jugendclub des Annaberger Ortsteils entwickelt für das Hexenfeuer jedes Jahr eine andere Idee. Das spricht sich herum. Die Inszenierungen sind inzwischen ein regelrechter Publikumsmagnet geworden.

Frohnau.

Gut, mit den mehreren tausend Besuchern der Walpurgisnacht rund um den Hexentanzplatz in Thale im Harz kann das Frohnauer Hexenfeuer nicht mithalten. Aus den unzähligen Traditionsfeuern, die am 30. April im Annaberger Raum stattfinden, sticht es aber durchaus heraus. Und das liegt in erster Linie am Jugendclub des Annaberger Ortsteils.

Der lässt sich jedes Jahr etwas Neues einfallen, um aus dem Hexenfeuer ein Spektakel zu machen. Und das hat sich inzwischen in der Region herumgesprochen, sodass jedes Jahr mehr Besucher zum Frohnauer Feuer strömen. In diesem Jahr sind es mehr als 500 Neugierige gewesen - mehr als noch 2016. "Mit so einer Menschenmenge haben wir nicht gerechnet", sagt Stephan Seidel. Er gehört zu dem 20-köpfigen Team, welches das Fest seit gut einem Monat vorbereitet hat.


Die Vorlage für die diesjährige Inszenierung lieferte das für August in der Kreisstadt geplante Märchenfilmfestival "Fabulix". So wurde von Uwe Moule vom Annaberger Erzhammer in zahlreichen Stunden Bastelarbeit ein Drache gebaut, der das Feuer entzündete. Bekanntlich können Drachen ja Feuer spucken. Wichtig dabei, das Fabelwesen durfte selbst kein Opfer der Flammen werden. Der Drache soll, noch etwas modifiziert, während des Märchenfilmfestivals erneut in Erscheinung treten. Die konkrete Idee mit dem Drachen stammt übrigens von Manuela Fischer, die im Erzhammer wiederum die Klöppelschule leitet. Darüber kam auch der Kontakt zu Uwe Moule zustande

Ein besonderes Erlebnis dürfte das Frohnauer Hexenfeuer dabei für Walentino Angelo Einenkel gewesen sein. Der erst Fünfjährige aus Schlettau durfte nach Losentscheid den großen roten Knopf drücken und das Spektakel starten, das mit einem Feuerwerk begann, ehe der Drache auf die "Reise" geschickt wurde.

Bevor es am Sonntagabend so weit war, konnten die Besucher Showtanz live mit dem Projekt Dancing Energy aus der Kreisstadt erleben. Auch ein Lampionumzug stand auf dem Programm. (mit tw)

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