Der Kampf gegen den Straßenlärm an der B 95

Soll Ehrenfriedersdorf einen Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen gegen Lärm aufstellen? Diese Frage war eigentlich schon beantwortet. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Ehrenfriedersdorf.

Verläuft eine Bundesstraße direkt durch eine Stadt, geht das nicht ohne Lärm. Auch in Ehrenfriedersdorf rollt täglich eine Autokolonne durch den Ort. Vor allem Anlieger sind genervt. Konkrete Zahlen zur aktuellen Lärmbelästigung liefert die Lärmkartierung, die unter Federführung des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie erstellt wurde. Darin lässt sich beispielsweise ablesen, wie hoch die Belästigungen in bestimmten Bereichen ist und wie viele Menschen betroffen sind. Von Bedeutung sind dabei vor allem Pegel jenseits der 55 Dezibel. Das ist aber nur der erste Schritt. In einem zweiten sind Kommunen dazu aufgefordert, Lärmaktionspläne zu erstellen. Dabei stellt sich für die betroffenen Städte und Gemeinden allerdings die Frage, wie viel das überhaupt bringt. Schließlich sind sie nicht befugt, konkrete bauliche Maßnahmen an Bundesstraßen vorzunehmen.

Vor diesem Dilemma steht nun auch die Stadt Ehrenfriedersdorf. Daher lautete zunächst die Devise, nicht zu viel Mühe in die Erarbeitung von Maßnahmen zu stecken. Doch Bürgermeisterin Silke Franzl will die Chance zumindest nicht ungeprüft verstreichen lassen. In ihren Augen bestehe noch Diskussionsbedarf, weshalb sie nun den Kontakt zu einem Planungsbüro aufnehmen möchte. Von den Stadträten wird dieses Vorgehen unterstützt. Zwar wissen alle, dass "wir keinen Einfluss haben", wie Hartmut Decker sagte. Doch wer weiß, vielleicht schaue sich ja doch mal jemand die Pläne an, steht dann nichts Genaues drin, hat die Stadt eventuell das Nachsehen. Jörg Schlüssel machte auf die Hunderten Betroffenen aufmerksam und darauf, dass Ehrenfriedersdorf etwas Besonderes aufzuweisen hat. Auf einem Teil der 3,8 betrachteten Kilometer der B 95 - konkret am Markt -wurde nämlich bereits Flüsterasphalt eingebaut. Notwendig sei er aber fast überall. Allerdings betonten alle Stadträte, die sich in der Diskussion zu Wort meldeten, dass sich die Kosten für eine eventuelle Maßnahmenplanung im Rahmen bewegen sollten.

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1Kommentare
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  • 1
    0
    sportromel0815
    20.08.2018

    Da hilft nur eine Umgehungsstraße.



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