Der Schlagerstar Frank Schöbel und die Weihnachtslieder

Frank Schöbel war am Wochenende mit seinem Weihnachtsprogramm in Annaberg zu Gast. Dabei zeigte sich, dass der Zauber, der von Platten wie "Weihnachten in Familie" ausgeht, Kinder noch immer in seinen Bann zieht.

Annaberg-Buchholz.

Es ist 34 Jahre her, als Frank Schöbel mit seiner damaligen Partnerin Aurora Lacasa das Musikalbum "Weihnachten in Familie" veröffentlichte und die gleichnamige Fernsehsendung entstand. Eine Platte, die heute in vielen Familie Kultstatus besitzt und jedes Jahr aufs Neue zur Weihnachtszeit erklingt. Generationen haben sich damit mittlerweile auf die Festtage eingestimmt. Und bei dem einen Weihnachtsalbum ist es nicht geblieben. Über die Jahre und Jahrzehnte kamen immer mehr dazu. Auch die Fernsehsendung am Heiligabend im MDR wurde zu einer festen Institution.

Als Frank Schöbel am Samstag in der Festhalle in Annaberg-Buchholz auftrat, war der Saal wie erwartet voll, wenn auch nicht ausverkauft. Hunderte Erzgebirger und Besucher aus anderen Regionen wollten ihn hören und vor allem mitsingen. Zu den Besuchern gehörten Christine und Manuela Schreyer - Mutter und Tochter - aus Crottendorf. "Ich bin mit Frank Schöbel aufgewachsen", sagt die 46-jährige Manuela Schreyer. Alle Jahre wieder wird die Platte beziehungsweise die CD hervorgeholt. "Weihnachten in Familie" gehört zum Fest wie Stollen und Pyramide. "Selbst auf der Fahrt hierher haben wir das Album gehört", erzählen die Frauen und lachen.

Auch Sandra Stolz-Tittmann kennt Frank Schöbel aus ihrer Kindheit. Zum Konzert hat sie wiederum ihre Kinder mitgebracht. Und das hatte einen besonderen Grund. Der DDR-Schlagerstar suchte im Vorfeld Kinder, die mit ihm gemeinsam auf der Bühne singen. 13 Mädchen und Jungen zwischen 5 und 13 Jahren waren am Samstag mit dabei. Darunter die Annaberger und ihr Cousin. "Wir haben das Bewerbungsvideo gleich mit allein Drei gemacht", so die 41-Jährige. Zwei Lieder, unter anderem "He, du - Weihnachtsmann" sang der kleine Kinderchor.

Worin liegt das Geheimnis? Warum schafft es der fast 77-Jährige bis heute, Weihnachtsgefühle bei den Menschen hervorzurufen? Es ist vielleicht das Stück heile Welt, nachdem sich jeder, vor allem in der Weihnachtszeit, sehnt. Und es ist das Gemeinschaftliche. Denn fast kein Lied kam ohne den hundertköpfigen Chor des Publikums aus. Das Programm: Ein Mix aus vielen Jahrzehnten und neuen Liedern. Schöbel hatte sich Verstärkung anderer Künstler und Musiker mitgebracht. Den Zuhörern gefiel es. Und auch wenn in vielen heimischen Plattenregalen noch die Original Amiga-Platte von 1985 steht - Schöbel und sein Weihnachten sind längst im 21. Jahrhundert angekommen. Während beispielsweise Arend Schwandner, der mit Frau, Tochter, Schwiegersohn und Enkeln aus dem Vogtland nach Annaberg-Buchholz reiste, die Platte zu Hause hat, hat seine Tochter die Lieder über ihre Alexa abgespielt -mitgesungen haben alle Generationen.

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