Die zwei Welten der Lisa Wohlgemuth

Im Schlettauer Schloss stellt die Neundorferin gerade Bilder aus. Im Studio von Sebastian Seidel arbeitet sie zudem an einer neuen Single. Und dann ist da noch der Wunsch nach einem ganz normalen Job.

Schlettau/Neundorf.

Mit der Ausstellung "Die magischen Welten von Lisa Wohlgemuth" hat das Schlettauer Schloss einen echten Coup gelandet. Seit Mai sind die Bilder der Sängerin, die mit ihrer Teilnahme an der Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" bekannt wurde, im Herrenhaus zu sehen. Dass die Musikerin auch malt, war bis dahin eher einem kleinen Publikum bekannt. Für die Schau in Schlettau schuf die 26-Jährige aber extra einige Bilder, die noch bis Ende August zu sehen sind. "Ich bin sehr zufrieden mit der Ausstellung", sagte Lisa Wohlmuth am Rande eines Termins im Schlettauer Schloss. Dabei lud sie ihre Fans zum Kaffeeklatsch und zur Autogrammstunde ein.

Ihre künstlerische Ader lebt die quirlige Neundorferin aber nicht nur mit Pinsel und Farbe aus. Auch die Musik spielt im Leben der zweifachen Mutter wieder eine zunehmend wichtigere Rolle. Zurzeit arbeitet sie mit Sebastian Seidel, der in Annaberg-Buchholz ein eigenes Tonstudio betreibt, an einer neuen Single. Nicht die erste Zusammenarbeit zwischen dem Stereoact-DJ und Wohlgemuth. Im April erschien der Song "Harmonie", auch bei diesem Lied arbeitete Lisa Wohlgemuth mit dem Annaberger Tonstudio zusammen. "Ich schreibe meine Lieder jetzt selbst", so die Erzgebirgerin. Dadurch sei auch die Freude an der Musik wiedergekommen. Vielleicht gibt es sogar ein Album. Songs dafür habe sie genug in der Schublade. Doch eine komplette Rückkehr auf die Bühne und in die Showwelt schließt sie für sich aus. Die Kunst - egal ob mit Farbe oder ihrer Stimme -soll Hobby bleiben.

Denn da gibt es noch die andere Seite von Lisa Wohlgemuth - die bodenständige, unglamouröse. In dieser Welt will sie einfach nur einen Alltag mit Job und Familie haben. So fängt sie beispielsweise im September als Mediengestalterin bei einem Unternehmen in Marienberg an. "Ich möchte einen ganz normalen Beruf haben", erklärte sie. Nur so habe sie den Kopf wirklich frei, um sich in der Freizeit ihrer Musik und der Malerei widmen zu können. Doch stehen bleiben will sie auch dabei nicht. Beim Singen sei es ihr beispielsweise mittlerweile wichtiger, dass das Publikum zuhört und sie so etwas von ihrer Gefühlswelt mit den Menschen teilen kann. Es gehe eher in die Richtung Chanson als massentauglichen Pop und Schlager. Und auch beim Malen probiert sich die Neundorferin gern aus. Nach den "magischen Welten" wird es nun realistischer. Derzeit arbeite sie beispielsweise an einem Porträt.

Die Ausstellung "Die magischen Welten von Lisa Wohlgemuth" im Schlettauer Schloss ist noch bis 31. August zu sehen. Geöffnet ist täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr.

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