Drama im Schnittlauchkasten

2018 sind an einem Fenster in Sonnenleithe drei Vögel flügge geworden. Diesmal gab's mehr Eier, aber auch mehr traurige Erlebnisse.

Schwarzenberg.

Tilo ist der Letzte. Vier der fünf Turmfalken, die im Juni im Schnittlauchkasten am Fenster von Familie Meyer in Schwarzenberg-Sonnenleithe das Licht der Welt erblickten, leben nicht mehr. Was ist da für ein Drama passiert? Sind die Kleinen verhungert oder verdurstet, hat sie ein Räuber geholt, waren sie vielleicht krank? "Die Natur setzt sich durch", so fasst Uwe Meyer das Geschehen zusammen. "Elstern hatten ja schon zwei der sieben Eier geholt. Ein geschlüpftes Küken ist aus dem Nest gefallen, drei lagen tot im Nest. Sie sind wohl der Hitze zum Opfer gefallen", sagt Uwe Meyer. "Nur ein Jungvogel ist noch übrig. Wir haben ihn Tilo getauft, nach einem Bekannten von uns."

Die Falken-Eltern haben Tilo aufgegeben, kommen nicht mehr zum Füttern vorbei. Nun versuchen die Meyers, den Kleinen aufzupäppeln. Ziehvater Uwe bietet Hackepeter an, auch sehr kleine Wurst- und Fleischstücke. Weil das Küken ein Wasser-Näpfchen nicht anrührt, wird vorsichtig mit einer Sprühflasche nachgeholfen. "Natürlich sind wir und alle, die davon wissen, sehr traurig, dass wir jetzt nur noch ein Falkenküken haben", so Christiane Meyer. "Wir versuchen alles, um wenigstens das Eine durchzubekommen."

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