E-Motor kontra Verbrenner: Die Frage nach dem Dienstauto in Ehrenfriedersdorf

Die Verwaltung von Ehrenfriedersdorf benötigt dringend ein neues Fahrzeug. Die CDU-Fraktion schlug eine ökologische Variante vor. Doch ist das auch praktikabel?

Ehrenfriedersdorf.

Auch in einer Kleinstadt wie Ehrenfriedersdorf müssen die Verwaltungsmitarbeiter, allen voran die Bürgermeisterin, viele Wege mit dem Auto erledigen. Kita-Mitarbeiterinnen müssen zur Schulung, das Bauamt auf Baustellen, Silke Franzl zu Besprechungen und Terminen nach Annaberg, Dresden und darüber hinaus. Dafür werden zwei Fahrzeuge benötigt. Eines ist bereits ein Elektroauto, das andere nicht. Letzteres muss nun ersetzt werden, weil sich die anstehenden Reparaturen nicht mehr lohnen.

Mitglieder der CDU-Fraktion schlugen nun vor, dass es sinnvoll wäre, das alte Auto durch ein zweites Elektrofahrzeug zu ersetzen. Andere Varianten wie zum Beispiel Carsharing wurden im ländlichen Raum als nicht umsetzbar eingestuft. "Ein Elektroauto wäre durchaus angemessen", sagte Rat Jörg Schlüssel. Immerhin habe die Stadt eine Vorbildwirkung und die Innenstadt sei aufgrund der B 95 schon jetzt stark belastet. Bürgermeisterin Silke Franzl hält es allerdings für schwierig, nur noch auf Elektroautos zu setzen. Grund: Es gebe aktuell einfach noch zu wenige, vor allem schnell-ladende Ladesäulen. Da Silke Franzl aber oft viele Termine hintereinander oder auch weit entfernt hat, sei das ein Problem.

Mit Gegenstimmen aus den Reihen der CDU wurde am Ende für den Kauf eines Autos mit Verbrennungsmotor im Wert von maximal 30.000 Euro gestimmt. Im Protokoll wurde allerdings vermerkt, dass nach drei Jahren überprüft werden soll, ob eine umweltfreundlichere Variante möglich ist. Vielleicht gibt es ja bis dahin an jeder Ecke Ladestationen für Elektroautos. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, soll der Wechsel also erfolgen.

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