Echt Erzgebirge: Horror-Clown gerät in Hinterhalt

Die Jungs von Konopkafilme können es nicht lassen. Ihr Beitrag zur aktuellen Debatte um Clowns erntet Lacher ohne Ende - und auch der neue Film ist bald fertig.

Lößnitz.

Hinter der Hausecke lauert eine gruselige Gestalt. Geschmacklose Kleidung, rote Knollennase, Kettensäge: ein Horror-Clown. Doch ehe er auf sein ahnungsloses Opfer losgehen kann, springt neben ihm eine noch gruseligere Gestalt aus einer Mülltonne. Kittelschütze, Kopftuch, schrille Stimme: die Mutti aus den abgedrehten Clips des erzgebirgischen Filmemacher-Trios um Patrick Konopka. Das haut den gemeinsten Clown aus den übergroßen Latschen.

"Diese Horror-Kerle sind derzeit ja in allen Schlagzeilen. Wir haben den Spieß einfach mal umgedreht und den Clown erschreckt", sagt Konopka, der Regie führte und die Kamera hielt. Selbstverständlich ist in dem 20-Sekunden-Ultrakurzfilm in bester erzgebirgischer Mundart von einem "Klon" die Rede.

Knapp 180.000-mal wurde der Clown-Witz im sozialen Netzwerk Facebook schon angesehen, rund 1500-mal auf der Videoplattform Youtube. Die Jungs von Konopkafilme verkürzen ihren Fans damit die Wartezeit auf ihr neuestes Werk "Am Anfang war der Uhrknall", für das es jetzt einen Premiere-Termin gibt: 17. Dezember im Saal der Agrargenossenschaft in Zwönitz. Erwartet wird wieder ein Feuerwerk aus verfilmten Sprichwörtern und Redewendungen. Konopkafilme - das sind Patrick Konopka aus Lößnitz, Christian Storch aus Zwönitz und Hendrick Vogel aus Gornsdorf. Vor einigen Jahren kamen sie auf die Schnapsidee, Sprichwörter zu verfilmen. Das Ergebnis war "5 vor 12 schlägt's 13", ein zehnminütiges Gagfeuerwerk, das im Internet für Aufsehen sorgte. Der neue Film ist offiziell der dritte des Trios, eigentlich aber schon der fünfte oder sechste. Kurzclips wie der Horrorclown werden jedoch nicht gezählt.

Am Sonntag hatten die Jungs ihren sechsten Drehtag. "Einer folgt noch", sagt Patrick Konopka. "Der fertige Film wird 18 Minuten lang." Diesmal sind auch zwei Gaststars mit von der Partie - Günther und Hindrich, zwei Spitzbuben aus Pillnitz. Konopka: "Die haben wir auf einem Kurzfilmfestival kennengelernt. Sie sind ähnlich drauf wie wir."

Auf der Internetseite von Konopkafilme läuft bereits der Countdown. Noch 44 Tage bis zur Premiere wird heute dort stehen.

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