Ein Hauch von "Terra mineralia" in Geyer

Im Turmmuseum wird die Mineraliensammlung jetzt besser in Szene gesetzt. Der Museumsleiter zieht einen großen Vergleich.

Geyer.

Jetzt werden die Schätze der "steinreichen" Bergstädter in Geyer ins richtige Licht gerückt: Nach einwöchigen Umbauarbeiten wird im Turmmuseum die reizvolle Mineraliensammlung in einem neuen Raumkonzept und mittels moderner Präsentationselemente gezeigt. "Uns gelingt es so, diese Attraktion viel repräsentativer und in bislang ungewohntem Glanz vorzustellen", freut sich Lutz Röckert über das Geschaffene. Für den Museumsleiter geht damit eine schon seit geraumer Zeit avisierte Projektidee in Erfüllung. "Spätestens seit dem Stadtfest 2017 besteht das Ansinnen, die Repräsentation der Mineraliensammlung zu überarbeiten und sie informativer vorzustellen."

Gemeinsam mit einheimischen Handwerkern wurde das Vorhaben nun umgesetzt. Die komplett neu in verschiedenen Größen gestalteten Vitrinen seien das Werk der hiesigen Firma Schreiber Innenausbau. Die Firma Einenkel Elektro aus Geyer habe die ausgeklügelte Lichttechnik beigesteuert. "Reizvoll ist das Zusammenspiel des schmucken Ausstellungsbaus und der raffinierten Beleuchtung. Die rückt die Mineralien ins dosierte Rampenlicht. Unsere umgebaute Exposition beweist, dass sich modernes Interieur-Design mit historischem Ambiente harmonisch verbinden und geschmackvoll in Szene setzen lässt", sagt Lutz Röckert. Die in einem Grauton gehaltenen Vitrinen würden sich bestens dem Farbton des Gemäuers anpassen. Von Vorteil sei, dass die Schaumöbel jetzt Zwischenräume haben und so das Fassungsvermögen steigt. Das grelle Licht der Neonröhren gehöre der Vergangenheit an. Während der Erdgeschossraum abgedunkelt bleibt, setzen stilvoll gedimmte LED-Leuchten die Mineralien ins Licht und befördern deren Formen- und Farbenpracht. Für den Hausherren gewinnt das Turmmuseum so den Hauch einer Schatzkammer. Immerhin gibt es 300 funkelnde, glitzernde aber auch eher stumpf wirkende Objekte zu betrachten.


Der Gastgeber ist davon überzeugt, dass die Umbauarbeiten die Schaustücke aufwerten und das Turmmuseum einen weiteren Schritt getan hat, um an Attraktivität zu gewinnen. "Erste Besucherinnen und Besucher würdigen bereits, dass unsere Sammelstücke viel besser wahrgenommen werden. Unsere Mineraliensammlung, die ohnehin durch das Ambiente des historischen Bauwerks ihren Reiz erlangt, erhält nun noch mehr individuellen Charme." Der Gastgeber hebt hervor, dass das Ambiente der Schau in der Bingestadt durchaus der renommierten Sammlung "Terra mineralia" in Freiberg gleicht. "Hinsichtlich der Dimension und Exklusivität können wir uns sicher nicht vergleichen. Aber wir setzen ja gerade jene Fundstücke in Szene, die vor Ort geborgen wurden. Es ist auf besondere Weise auch ein Stück Heimatgeschichte." Von Achat und Amethyst reicht die Palette der Exponate über Blätterspat und Weißnickel bis hin zu Zinnstein.

Lutz Röckert spricht den beteiligten Unternehmen seinen großen Dank aus. "Diese perfekte Verwandlung basiert vor allem auf einer verbindlichen Spendenzusage durch die Firma Schreiber im Rahmen des vor zwei Jahren begangenen Stadtfestes. Jetzt haben uns die Handwerker die Vitrinen gebaut und installiert."

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