Elterlein verzichtet auf Holzernte

Mit einem erhöhten Einschlag sollte dieses Jahr der Haushalt aufgebessert werden. Diese Rechnung geht nun aber nicht auf.

Elterlein.

Auf mehrere zehntausend Euro muss die Stadt Elterlein in diesem Jahr verzichten. Das Geld sollte der kommunale Wald einspielen. Um finanziell etwas mehr Spielraum zu haben, hatte der Stadtrat im August 2017 beschlossen, dieses Jahr fast dreimal soviel Holz wie in einem normalen Jahr zu ernten. Konkret war der Einschlag von 1871 Festmetern geplant. Das hätte Einnahmen von reichlich 85.000 Euro bedeutet. Jetzt erfolgte die Kehrtwende. Statt eines höheren Einschlags wird gar nichts geerntet.

Das hatte Revierförster Jörg Schlüssel dem Gremium nahe gelegt. Schlüssel erläuterte, dass aktuell die Holzpreise im Keller sind. Das liege hauptsächlich an den beiden Stürmen "Herwart" und "Friederike". Sie hätten dafür gesorgt, dass jetzt quasi ein Überangebot vorhanden ist. Könne man in einem normalen Jahr mit etwa 80 Euro pro Festmeter kalkulieren, so bekomme man derzeit nur um die 60 Euro dafür. Das sei schon eine gewaltige Einbuße, so Schlüssel. Auch bringe es nichts, jetzt einzuschlagen und das Holz liegen zu lassen. Das sei im wahrsten Sinne des Wortes gefundenes Fressen für den Borkenkäfer, der aktuell im Wald in Größenordnungen sein Unwesen treibe, sagt der Revierförster.

Aus all diesen Gründen hat der Stadtrat während seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, erst nächstes Jahr den erhöhten Einschlag von 1871 Festmetern vornehmen zu lassen. Für 2020 ist dann eine Holzernte von weiteren rund 800 Festmetern geplant. Zudem sei für dieses Jahr im Kommunalwald Elterlein auch kein Wegebau vorgesehen. "Wenn wir kein Holz einschlagen, passiert auch den Wegen nichts", sagt Jörg Schlüssel.

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