Energiebündel aus Amerika erobert in Jahnsbach 300 Herzen

Sängerin und Komponistin Deborah Woodson hat mit ihren Gospelmates auch im Erzgebirge Station gemacht - und dabei in vielerlei Hinsicht gewaltig Eindruck hinterlassen.

Jahnsbach.

Der Gospelchor aus Jahnsbach mit 19 Sängerinnen und Sängern sowie drei Instrumentalisten zieht in die Kirche des Ortes ein - ganz festlich mit bunten Tüchern. Auf dem Altarplatz angekommen, präsentiert der Chor sein erstes Lied "Celebrate". Nadine Goralczyk ist eine der Sängerinnen, die das Lied im Sologesang mit einleitet. Der Funke springt sofort auf das Publikum über. Es ist ein Heimspiel für den seit 19 Jahren bestehenden Gospelchor, doch ist es am Freitagabend in der voll besetzten Jahnsbacher Kreuzkirche vor über 300 begeisterten Zuschauern ein anderes, ganz besonderes Musikerlebnis.

Denn dem Publikum wird ein Gospelkonzert der Extraklasse zu teil. Denn die Jahnsbacher überlassen nach ihrem Konzertteil den Altarplatz der bekannten Sängerin und Komponistin Deborah Woodson mit ihren Gospel-Mates, bevor es schließlich einen gemeinsamen Auftritt der Amateure mit den Profis im Rahmen der Konzerttournee "Black & White Gospel" gibt. "Die Anspannung vor dem Auftritt war schon groß, aber als wir vorn standen, war sie weg", sagt Nadine Goralczyk, der die Erleichterung anzumerken ist. Die Jahnsbacher meisterten ihre bekannten Lieder mit Bravour. Eines, welches den Frieden mit Gott beschreibt, wird teils in Deutsch und Englisch gesungen. Chorleiter Lutz Uhlig brilliert dabei mit einer Soloeinlage. Da zollt auch Deborah Woodson großen Respekt vor dem Gesang der Jahnsbacher. "Das sind echte Gospel", zeigt sich die Kölnerin angetan. Um dann eindrucksvoll unter Beweis zu stellen, was in der Gospelmusik gesanglich noch alles möglich ist - mit ihren Gospelmates Claudine Abasu und Honore Haase (Gesang) sowie Bodry Johnson Koke und Keyboarder Günter Heck. "Amen", "Kumbaya" und "Hallelujah" wurden teils mit dem klatschenden und sogar mittanzenden Publikum gemeinsam zelebriert.


Die Stimme, Wucht und Energie der in Georgia geborenen Amerikanerin, die schon mit zwei Jahren in der Baptistengemeinde des Großvaters auftrat und später eine professionelle Gesangskarriere bestritt, ist imposant. Dafür gab es mehrfach tosenden Applaus. "Deborah gibt bei ihren Auftritten immer 180 Prozent", sagt Tourneeleiter Gerd Knuth. Aber auch die Lebensfreude und der Humor kommen bei ihr nicht zu kurz. Mit ihrem kichernden Lachen erobert sie die Sympathie der Zuschauer. "Ich bin ein Fan der Gospelmusik. Sie beeindruckt mich sehr, und man kann bei den Liedern gut mitsingen", sagt Uwe Winkler, der mit seiner Frau Hanna aus Augustusburg angereist ist.

Mit Spannung erwartet: der gemeinsame Auftritt von Deborah Woodson mit dem Gospelchor aus Jahnsbach. "Wir haben nur eine halbe Stunde gemeinsam geübt", verrät sie. Doch das Zusammenspiel klappt bestens. Mit ihrer Erfahrung dirigiert Deborah Woodson den Jahnsbacher Chor vorzüglich. Das bekannte "O happy day" wird gesungen. Und beim "We are the world", treten etliche Jahnsbacher sogar mit Soloeinlagen auf. Gänsehautstimmung beim Publikum. Beim großen Zugabenfinale ziehen die Chöre gemeinsam aus, um von der letzten Bankreihe aus begeistert weiter zu "gospeln".

"Es war eine tolle Erfahrung. Ich bin überglücklich", resümiert der Jahnsbacher Chorleiter Lutz Uhlig. Und auch Sängerin Nadine Goralczyk ist beflügelt: "Diesen tollen Abend muss man erst mal wirken lassen." Und Deborah Woodson? Sie lobt die offene Art der Erzgebirger, die "richtig mitgehen" und die vorzügliche Gastfreundschaft des Jahnsbacher Chores.

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