Erstmals weniger als 8000 Arbeitslose

Nachdem die Arbeitslosigkeit in der Region im Juli leicht angestiegen war, ist sie im August wieder zurück gegangen. Gleichzeitig bleibt die Anzahl freier Stellen unverändert hoch.

Annaberg-Buchholz.

"Die Anzahl der Arbeitslosen ist im Monat August erstmalig unter die Marke von 8000 gesunken", bilanzierte gestern Siegfried Bäumler, Chef der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz. Die Ursachen für die positive Entwicklung macht er an zwei Punkten fest: Zum einen haben im heute zu Ende gehenden Monat 760 Menschen im Erzgebirge eine Beschäftigung aufgenommen. Weitere 435 haben eine Ausbildung beziehungsweise eine Maßnahme begonnen. "Das sind doppelt so viele wie vor vier Wochen", resümiert Bäumler.

"Ein weiterer Aspekt, der den Arbeitsmarkt entlastet, ist die berufliche Bildung. Um die Nachfrage nach Fachkräften besser decken zu können, investieren wir weiterhin intensiv in individuelle Förderungen mit dem Ziel einer langfristigen und nachhaltigen beruflichen Integration." Berufliche Weiterbildung sei dabei ein wichtiger Baustein. So befanden sich Ende August nahezu 500 Personen in einer der beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen der Arbeitsagentur. 100 haben allein im zurückliegenden Monat einen derartigen Kurs begonnen. "Die Teilnehmerzahlen liegen damit deutlich über dem Vormonats- und Vorjahreswert", erläutert der Agenturchef.

Qualifiziertes Personal wird dringend gebraucht. Nach wie vor ist die Anzahl der offenen Stellen groß. Sie liegt derzeit im Erzgebirge bei 3035. Deshalb sind unter anderem die Absolventen der aktuellen Qualifizierungsmaßnahmen im September nach Jahnsdorf und Amtsberg eingeladen. Dort sind die Job-Cafés der Arbeitsagentur auf Tour und wollen am 12. September auf dem Flugplatz in Jahnsdorf sowie am 26. September in der Sport- und Freizeithalle Amtsberg Arbeitgeber aus der Region mit interessierten Arbeitnehmern zusammenbringen. "Neben einer Vielzahl an Beschäftigungen bietet sich die Chance, mit ortsansässigen Firmen ins Gespräch zu kommen, seine Bewerbungsunterlagen zu übergeben und den einen oder anderen Arbeitgeber von sich zu überzeugen", wirbt Siegfried Bäumler für einen Besuch der beiden Veranstaltungen.

Unterdessen hat sich die Arbeitslosenquote nach einem minimalen Anstieg im Juli im August wieder auf das Juni-Niveau eingepegelt: 4,5 Prozent. Damit behauptet der Erzgebirgskreis weiter die Spitzenposition in Sachsen. Innerhalb des Kreises differiert die Marke allerdings stark: Mit einer aktuellen Quote von 3,7 Prozent steht die Region Zschopau weiter an der Spitze. Stollberg konnte sich mit gegenwärtig 3,9 Prozent zumindest wieder auf Platz 2 vorarbeiten - gefolgt von Marienberg mit 4,1 Prozent. Die Region Schwarzenberg und die Hauptagentur Annaberg-Buchholz folgen mit 4,3 beziehungsweise 4,8 Prozent. Unverändert die höchste Arbeitslosenquote weist Aue mit 5,5 Prozent aus.

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