Fahrradfahrer geschockt über Nägel auf Rennstrecke

Unbekannter präpariert Wurzeln - Veranstalter erstattet Anzeige

Geyer.

Der 18. Greifenstein-Bike-Marathon, der am vergangenen Wochenende mehr als 350 Mountainbiker anlockte, wurde von einem Ereignis überschattet. Wie die Organisatoren bestätigten, wurden auf einem Teil der Strecke Nägel in Wurzeln geschlagen und "mit einer Zange scharf geschnitten". Ausrichter und Veranstalter, Andreas Fischer und der RSV Erzgebirge, sprechen von einem Anschlag.

Aufgefallen waren die Nägel nach dem Start des ersten Rennens über die lange Distanz von 69 Kilometern, erklärt René Scheller, Vereinsvorsitzender des RSV. Dutzende Fahrer meldeten einen Platten. Die Organisatoren gingen noch während des Rennens auf Spurensuche. Mit der Hand tasteten sie die Wurzeln ab und wurden zwischen den Kilometern vier und fünf schließlich fündig. Der Streckenverlauf wurde kurzerhand abgeändert. "So etwas hat es noch nicht gegeben", sagt Andreas Fischer. Warum jemand das getan hat, ist für ihn ein absolutes Rätsel. Auch René Scheller ist entsetzt. "Das war ein Anschlag auf Leib und Leben." Es sei nicht auszudenken, was hätte alles passieren können. Nach jetzigem Erkenntnisstand blieb es allerdings bei Sachbeschädigungen - sprich platten Reifen. Um das ganze Ausmaß dokumentieren zu können, haben die Veranstalter nun einen Aufruf an die Teilnehmer gestartet. Betroffene sollen sich melden. "Wir hoffen natürlich, dass niemand deshalb zu Sturz kam und sich verletzt hat", so Scheller.

Auch in den sozialen Medien wird der Fall diskutiert und vor allem kommentiert: "Das ist doch einfach nur krank", schreibt eine Facebook-Nutzerin. "Was sind denn das für Idioten, die mit dem Leben anderer spielen?", fragt ein anderer.

Sofort nach Entdecken der Nägel wurde die Polizei verständigt, die innerhalb weniger Minuten da war. Die Nägel wurden sichergestellt. "Wir haben Anzeige erstattet", erklärt Fischer. Er hofft, dass der oder die Täter so schnell wie möglich gefunden werden und das Image des Greifenstein-Bike-Marathons keinen Schaden nimmt. Das dürfte wohl kaum passieren. So schreibt Sebastian Stark, der über die lange Distanz die Nase vorn hatte, in seinem Rennbericht: "Unser einstimmiges Fazit zur Veranstaltung: Toll, was Andreas Fischer da auf die Beine gestellt hat. Sicher avanciert der GBM mit dieser Strecke bald zum Geheimtipp."

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