Familie Thiele sagt "Danke"

Mit einem kleinen Fest, zu dem am Ende mehr als 150 Frauen und Männer kamen, haben sich die Opfer eines Großbrandes bei ihren Helfern bedankt. Der Wiederaufbau soll im nächsten Jahr starten.

Schlettau.

Die Hilfsbereitschaft nach der Brandkatastrophe im Sommer dieses Jahres war überwältigend. Bei einem Großbrand waren Anfang Juli zwei Scheunen, die auch als Stall dienten, auf dem Bauernhof der Familie Thiele in Schlettau komplett niedergebrannt. Knapp 100 Tiere, darunter Hühner, Hasen, Schweine und Kälber, kamen ums Leben. Die Brandursache konnte laut Staatsanwaltschaft nicht genau ermittelt werden. Ein technischer Defekt und Brandstiftung kommen infrage.

Dass die Familie dennoch nach vorn blicken kann, ist nicht zuletzt den vielen Helfern zu verdanken, die seit der Katastrophe vieles möglich gemacht haben. Da sind zum Beispiel die Feuerwehrleute, die in der Brandnacht über Stunden das Wohnhaus und einen großen Stall vor einem Übergreifen der Flammen schützten und wieder aufflammende Glutnester löschten. Außerdem halfen unzählige Freiwillige beim Aufräumen, Holz für den Winter schlagen und mit Spenden. Fahrzeuge, Geräte und Geld wurde bereitgestellt. All jenen - die Familie schätzt, dass es insgesamt um die 250 Leute gewesen sein müssen - wollten die Thieles am Wochenende einfach "Danke" sagen. Sie luden daher auf ihren Hof zum Grillen und Beisammensein auf. Gekommen sind mehr als 150 Helfer. "Die Dankeschön-Aktion kam gut an", sagt Heiko Thiele. Aktuell werde das Dach des Wohnhauses repariert. Danach sind die Fenster dran. Der Wiederaufbau der Scheunen und Ställe soll im nächsten Jahr erfolgen.

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