Ferien bei Oma und Opa mit eigener Schanze

Auch abseits von Corona ist bei vielen Familien die Betreuung von Kindern während der Ferien ein Problem. Frank und Veronika Häuer aus Hammerunterwiesenthal helfen bei ihren Enkeln gern aus - Wintersport inklusive.

Hammerunterwiesenthal.

Während für Sachsens Schülerinnen und Schüler die Weihnachtsferien vorbei sind und häuslicher Unterricht angesagt ist, sieht es in Bayern etwas anders aus: Dort haben die Kinder und Jugendlichen in dieser Woche noch offiziell frei. Für viele Eltern, die arbeiten müssen, ein Problem. Der 69-jährige Hammerunterwiesenthaler Frank Häuer und seine Frau Veronika (66) haben daher seit den Zwischentagen ihre beiden Enkel, den elfjährigen Anton und den drei Jahre älteren Lukas, zu Gast, die mit ihren Eltern im bayrischen Pemfling im Landkreis Cham beheimatet sind. Da diese beide in Vollzeit beschäftigt sind, haben die Großeltern aus dem Erzgebirge die Kinderbetreuung übernommen - und das mit einem ganz speziellen Schmankerl.

"Wir sind froh, dass unsere Enkel da sind", sagt Frank Häuer. Und die Zeit müsse man gut nutzen, auch wenn Corona vieles verhindere. "Wir können derzeit in kein Spaßbad gehen. Stattdessen machen wir während der Zwangsferien mit unseren beiden Enkeln das Beste daraus. Wir gehen Skifahren, rodeln und wandern, alles in der freien Natur und an der frischen Luft. Dann fahren wir mit der Fichtelbergbahn, wenngleich da momentan fast keiner drinsitzt. Was will man sonst mit den Kindern unternehmen? Man kann nicht ins Kino, es ist derzeit kaum was möglich. Festzuhalten ist, dass wir uns bei alldem an die vorgegebenen Richtlinien halten", erzählt der Hammerunterwiesenthaler. Er weiß, dass es viele Eltern schwer haben, die in solchen Situationen nicht auf Oma und Opa zurückgreifen können. In der gemeinsamen Zeit haben er und die Enkel ein nicht alltägliches Projekt umgesetzt. "Wir haben eine Skisprungschanze auf unserem Grundstück gebaut. Die beiden springen sehr gern und legen mitunter einen 7-Meter-Satz hin. Anton hat schon 2019 beim Miniskifliegen in Oberwiesenthal auf Anhieb die Einsteigerklasse gewonnen", berichtet der Großvater stolz. "Daraufhin sind wir im selben Jahr zu Pfingsten zum Schnuppertraining nach Geyer gefahren. In ihrem Heimatort haben sie kaum Schnee. Und wenn ja, reicht er nur äußerst selten für eine Schanze. Deswegen lieben sie es, sich im Erzgebirge im Schnee auszutoben." Und auch der 11-jährige Anton genießt die Zeit mit den Großeltern: "Mir gefällt es in Hammerunterwiesenthal richtig gut. Mein Opa scherzt immer mit uns. Wir unternehmen sehr viel mit Oma und Opa. Tagsüber sind wir an der frischen Luft und am Abend spielen wir gemeinsam Karten."

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