Feuerwehr begeistert Hofmanns über Jahrzehnte hinweg

Die Gelenauer Brüder und ihr Neffe sind mit Begeisterung Ehrenamtler. Und noch etwas zeichnet alle drei aus: Sie werden auch die Füchse genannt.

Gelenau.

Feuerwehrleute heißen in Gelenau Köhler, Oertel, Weiß, Schubert, Haselbach, Reitberger, Hecht, Hempel, Reißmann und Hackebeil, und zwar gern über mehrere Generationen hinweg. Auch der Name Hofmann ist mit den Feuerwehrmännern Wilfried, Hans-Günter und Mario gleich dreifach vertreten.

Da viele Familiennamen in Gelenau mehrfach vertreten sind, gibt es dort zahlreiche Spitznamen. Die Hofmanns etwa sind als Füchse bekannt. Der Name stammt von einer ihrer Vorfahren, die mit Nachnamen Fuchs hieß.

Hans-Günter Hofmann ist am längsten bei der Feuerwehr. Er feierte 2015 sein 60-jähriges Dienstjubiläum. Bei der Pionierfeuerwehr hat bei ihm alles angefangen. Der damalige Wehrleiter Heinz Köhler wollte auf diese Weise Kinder für das Feuerwehrhandwerk begeistern, und er hatte damit Erfolg. Etwa 15 Jungen zählte die Gruppe in Hans-Günter Hofmanns Kindheit.

Die Feuerwehr stellt für Hans-Günter Hofmann schon immer etwas Großes dar. Die Technik, die Uniformen - das alles hat ihn schon in frühen Jahren begeistert. "Damals marschierte sonntags noch der Hornist der Wehr durch Gelenau und blies die Kameraden zum Dienst", erinnert sich der heute 67-Jährige. Sein Bruder Wilfried Hofmann ist zwar sechs Jahre älter, aber noch nicht so lange Feuerwehrmann. Als er vor 45 Jahren von der Marine kam und bei den Gelenauer Kinder- und Damen-Strümpfen (Gelkida) zu arbeiten begann, trat er in die Betriebsfeuerwehr ein. Heinz Köhler, sein Meister und Leiter der Feuerwehr, hatte ihn daraufhin angesprochen. Wilfried Hofmann zögerte nicht lange und sagte zu.

Die beiden Brüder wiederum haben ihren Neffen Mario von Kindesbeinen an auf die Feuerwehr vorbereitet. Er war gerade vier Jahre alt, als er eine Übung zur 110-Jahr-Feier verfolgte. Die Nachbarskinder waren ebenfalls von der Feuerwehr begeistert. Im Alter von sechs Jahren trat er 1999 der Jugendfeuerwehr bei. Obwohl sich die Gründe, sich für diese Form des Ehrenamtes zu entscheiden, voneinander unterscheiden. Die Gründe, dabei zu bleiben, sind bei den drei Hofmanns die gleichen. "Mögen sich die Technik und die Rahmenbedingungen im Laufe der Jahre auch verändert haben: Die Kameradschaft, die Gemeinschaft und das Bewusstsein, dass wir Menschen in Not helfen können, sind immer geblieben", bringt es Hans-Günter Hofmann auf den Punkt.

Viele Einsätze haben die Brüder mit ihrem Neffen absolviert. Brände, Unfälle mit Toten und Hochwasser - nichts blieb ihnen erspart. Feuerwehrmann sein, heißt aber mehr, als sich gegen Katastrophen aller Art zu wappnen. "Wir haben auch viele schöne Momente", so Wilfried Hofmann. Dazu zählen die vielen Feste, die im ländlichen Bereich nicht ohne die Feuerwehr stattfinden würden. Auch die internen Abende und Dienste zählen die drei zu den schönen Seiten des Feuerwehrlebens.

Mittlerweile ist Mario Hofmann der einzige Aktive aus seiner Familie und gleichzeitig Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr. Das heißt aber nicht, dass seine beiden Onkel zum alten Eisen gehören. Die beiden Technikfans sind immer noch da, wenn es erforderlich ist. So brachten Wilfried und Hans-Günter Hofmann eine 1939 gebaute Pumpe der Marke Sieger wieder in Schuss. Das seltene Stück hat die DDR-Zeit in einem Versteck überlebt. Ihr Talent sprach sich rasch herum, und kurz darauf restaurierten sie ein weiteres Exemplar für die Wehr in Jahnsbach. Beide organisieren nun eine Ausstellung anlässlich des 140-jährigen Bestehens der Gelenauer Feuerwehr. Diese soll ab Oktober oder November im Strumpfmuseum zu sehen sein.

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