Feuerwehr wird zum Gärtner für Stadtgrün

Die anhaltende Trockenheit sorgt vielerorts für Probleme. Eine Wassersperre gibt es im Erzgebirgskreis noch nicht. Doch um Pflanzen zu schützen, wird nun die Annaberger Stadtfeuerwehr aktiv.

Annaberg-Buchholz.

Der Sommer ist auf Hochtouren. Was die einen freut, sorgt an anderer Stelle für Probleme. "Die anhaltende Trockenheit hat Sachsen fest im Griff", sagt Matthias Förster, Rathaussprecher in Annaberg-Buchholz. Und auch im Gebiet der Kreisstadt zeigen sich Folgen des fehlenden Regens mittlerweile deutlich. Gras vertrocknet, Pflanzen und Bäume leiden. "Auch Straßenbäume, die für ein angenehmes Flair sowie ein erträgliches Klima auf Straßen, Wegen und Plätzen sorgen, zeigen aufgrund des Wassermangels zunehmend Stresserscheinungen", so Förster.

Um das Stadtgrün zu erhalten, ist daher zur Zeit auch die Stadtfeuerwehr im Einsatz. Mit Wasserwagen sind Mitglieder der Wehr derzeit unterwegs, um die Pflanzen zu wässern. Unter anderem wurde bereits am Barbara-Uthmann-Ring, am Gewerbering, an der Bärensteiner Straße, an der Großen Kirchgasse sowie auf dem Parkplatz Wolkensteiner Straße 40 gegossen. "Es ist jedoch unmöglich, an allen Stellen gleichzeitig zu sein", sagt Matthias Förster.

Aus diesem Grund ruft die Verwaltung die Einwohner auf, selbst aktiv zu werden. "Wer eigene Zisternen oder Wasserspeicher besitzt oder wem eine lebenswerte und grüne Stadt wichtig ist, wird gebeten, auch einmal einen Eimer Wasser für das städtische Großgrün zu spenden, insbesondere junge Bäume." Zudem rät Matthias Förster, derzeit aufs Autowaschen zu verzichten und das dafür benötigte Wasser lieber den Bäumen zugute kommen zu lassen.

Die Stadt ist aber nicht die einzige, die auf die anhaltende Trockenheit reagiert. Die Freiwillige Feuerwehr Neundorf zum Beispiel hat ein im vergangenen Jahr außer Dienst gestelltes Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Schönfeld befristet wieder reaktiviert. "Aufgrund der anhaltenden Hitze und des ausbleibenden Niederschlages steigt die Brandgefahr auf Feldern und in Wäldern", heißt es zur Begründung. Mit der zusätzlichen Technik werde erreicht, dass im Ernstfall - wie zum Beispiel bei Flächenbränden - mehr Wasser vor Ort zur Verfügung steht.

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