Fischsterben: Ermittlungen noch immer nicht beendet

Verband hat indes Schaden bei von ihm ausgemachten Verursacher angemeldet

Elterlein.

Noch immer gibt es offiziell keinen Verursacher für das Fischsterben Anfang August im Schwarzbach. Laut Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart dauern die Ermittlungen in der Sache auch sieben Monate später weiter an. So müsse beispielsweise noch geklärt werden, innerhalb welches Produktionsprozesses der hochtoxische Stoff Ziram in das Abwasser gelangt war und wer in der Firma dafür verantwortlich gewesen ist, erläutert Burghart.

Frank Kippig, Geschäftsführer des Zweckverbandes Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW), hat zwar Verständnis für die Detailarbeit der Staatsanwaltschaft, kann aber dennoch nicht so richtig nachvollziehen, warum das alles so lange dauert. Gemeinsam mit der Unteren und der Oberen Wasserbehörde hatte der ZWW bereits im November 2019 in akribischer Kleinarbeit nachgewiesen, welches Unternehmen welchen giftigen Stoff Anfang August des vergangenen Jahres in die Elterleiner Kanalisation eingeleitet hat. Es seien mit der Firma auch schon Vorsorgemaßnahmen getroffen worden, damit sich ein solcher Vorfall nicht noch einmal ereignen kann. "Die Produktionsprozesse wurden dahingehend in dem Unternehmen geändert. Das haben wir als Verband auch kontrolliert", sagt Kippig. Mehr noch. Der ZWW habe inzwischen bei der Firma, die das Fischsterben und die Probleme in der Kläranlage Elterlein zu verantworten hat, eine Schadenssumme von rund 126.500 Euro angemeldet. "Scheitert das, werden wir uns nicht scheuen, vor Gericht zu gehen", sagt Kippig. Die betreffende Firma beim Namen nennen will Kippig indes erst dann, wenn es auch die Staatsanwaltschaft tut.


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