Fleischerei setzt auf Nähe

Mahlzeit! Essen muss jeder. Gerade auf Reisen oder in der Mittagspause stellt sich oft die Frage: Was gibt's heute? "Freie Presse" stellt Kantinen und Raststätten vor. Heute: "De Hutzenstub" in Annaberg-Buchholz.

Annaberg-Buchholz.

"Frische Kost aus Heißer Theke" - so heißt das Bewirtungsmotto der Kantine "De Hutzenstub" in Annaberg-Buchholz. Dabei zielt der dem heimischen Zungenschlag verbundene Name durchaus auf die kulinarischen Vorlieben der Erzgebirger und ihrer Gäste. "Wir setzten auf Klassiker hiesiger Küche, variieren zudem das Angebot mit beliebten Gerichten anderer Geschmacksregionen", erzählt Rico Schaarschmidt. Er ist Juniorchef in der renommierten gleichnamigen Familienfleischerei, die seit sechs Jahrzehnten als geschätztes Lebensmittelunternehmen ihre Wirkungsstätte an der Lindenstraße und seit 2009 auch das hauseigene Bistro betreibt.

So gilt der Montag beispielsweise als Klitschertag, während dienstags Geflügelfleisch geboten wird oder Burgervariationen mittwochs auf dem Speiseplan stehen. Am Donnerstag wiederum kommt Fisch auf den Tisch und freitags Suppenklassiker. Klar, dass Entenbraten und Gänsekeule gerade zur Weihnachtszeit zu haben sind, wie Rinderrouladen oder Pastagerichte unter der Woche immer ankommen. Der Fleischermeister verweist darauf, dass der einfach-deftige Imbiss à la Strammer Max, Tatar oder Hackepeter zu jedem Arbeitstag gefragt ist. Nicht minder bei Feinschmeckern geschätzt sind die das Buffet bereichernden Delikatessen der Salatfee Jana. Deren Fleischsalate und Gemüse-Obst-Fleischvarianten seien in. "Wir begrüßen Stammgäste in unserem 35 Plätze bietenden Bistro, unter denen zumeist Handwerker, Kraftfahrer oder Monteure sind", so Schaarschmidt. Aber auch Ausflügler stillen ihren Durst und kräftigen sich, wie Kunden der Fleischerei auch schon gleich mal zum Mittagessen verweilen.

Dabei wissen die Gastgeber der Hutzenstub um Vorlieben ihrer Gäste. Schornsteinfeger etwa gehören zu den Frühstückskunden, gefolgt von Elektrikern und Klempnern, Angestellte wiederum würden nach zehn Uhr vorbeischauen. "Wir öffnen montags bis Freitag von 7.30 Uhr bis 15 Uhr, halten täglich vier Gerichte in Variationen bereit, dazu die Heiße Theke. Unsere Kundschaft kommt aus einem Umkreis von etwa 25 Kilometern", sagt Rico Schaarschmidt. Er verweist darauf, dass für eine Vielzahl der Gäste die morgendliche Zeitungsschau der "Freien Presse" zum Tageslauf gehöre. "Ich würde mir angesichts dessen, dass wir freies W-Lan anbieten, wünschen, perspektivisch das Online-Angebot der Heimatzeitung den Leuten hier auf ihr Smartphone bieten zu dürfen."

Ob Handwerker oder Hausfrau, einen Trumpf wissen Kunden der Fleischerei Schaarschmidt zu schätzen: die Frische und Qualität des Imbissangebots. "Kein Wunder, sind es doch aus unseren Fleischverarbeitungsräumen bis in die Bistroküche nur wenige Schritte. Wir müssen nicht in entlegene Großlager fahren oder Ware aus fernen Schlachthäusern anliefern lassen, um unsere Wurst- und Fleischerzeugnisse herzustellen", so Rico Schaarschmidt. Er setzt mit Seniorchef Rolf und Schwester Nicole auf Fleisch aus regionaler Aufzucht. "Ob Lamm, Kalb oder Rind - wir kaufen bei hiesigen Erzeugern ein, allenfalls ein Teil des Schweinefleisches wird außerhalb des Erzgebirgskreises bezogen."

Auch an Wochenenden legen die Schaarschmidts mit ihrem 17-köpfigen Mitarbeiterteam die Hände nicht in den Schoß. "Wir bieten einen Catering-Service für bis zu 300 Gäste an und vermieten unser Bistro für Familien- oder Firmenveranstaltungen", erklärt der Annaberger.

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