Fly-Line: Grüne vermissen "Sorgfalt und Transparenz"

Es steht seit fast zwei Jahren am Fichtelberg, war auch schon ein Jahr in Betrieb - das neuste Freizeitvergnügen von Oberwiesenthal. Doch viele Fragen dazu sind noch immer unbeantwortet.

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12Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    3
    Tauchsieder
    17.05.2020

    Diese Diskussion hier in der Zeitung bringt nichts mehr "V4....". Die Messen sind gelesen, jetzt werden Gerichte darüber entscheiden. Vielleicht muss jeder Landkreis einmal die Erfahrung selber machen, nur aus Fehlern lernt man. Das man dabei genau das Gegenteil bewirkt, was man eigentlich für die Menschen erreichen wollte, verstehen die Leute in der Verwaltung scheinbar nicht. Welche finanziellen Interessen dahinter stehen ist wohl klar, dafür ist sich aber der Naturschutz und seine Protagonisten zu schade dafür.
    Mein Fazit: -Die Verwaltung ist so flexibel wie ein Holzscheit, quasi beratungsresistent.

  • 3
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    V4Snow
    17.05.2020

    @Tauchsiedler
    Bezüglich Eingriff in Schutzgebiete:
    Das Hauptproblem für den Konflikt ist die Tatsache, dass Fichtel und Keilberg die mit Abstand höchsten Erhebungen im Umkreis von 200km sind. Der restliche Erzgebirgskamm ist 200 - 400m flacher. Dadurch konzentriert sich besonders an diesen beiden Bergen ein großes Potenzial zum Skifahren wegen der Schneesicherheit. Und da man mit diesem Sport schon viel Infrasturktur (Lifte/Hotels) braucht, ist es natürlich Sinnvoll den gleichen Ort auch zum Mountainbiken, (Aussichts)wandern und für naturnahe Attraktionen wie die Flyline zu nutzen.
    Die Schlepplifte sind 30 Jahre alt: das ist ein normales Leben für solche Lifte.
    Den Himmelsleiterlift lass ich mal außen vor, aber am Haupthang ist es durch die verteilt liegenden Natura2000/NSG Gebiete fast unmöglich, eine neue Bahn als Ersatz der beiden Schlepplifte zu bauen, ohne jene zu berühren.
    Die Pisten ersatzlos zu streichen ist keine Option, da die Wintersaison in den letzten 20 Jahren Stabil um 100 bis 110 Tage herrum pendelt. Außerdem wollen die Leute Skifahren. Wenn der Fichelberg dicht macht fährt man eben 1x mehr in die Alpen und verbraucht schön Sprit.
    Die Bergstation müsste für eine Variante z.B. so gebaut werden, dass man den oberen Teil des linken Kurvenschleppers (würde man weiter betrieben) erreichen kann. Das geht aber nur, wenn man eine kleine Fläche des NSG links oder rechts der Piste mitbenutzt. Es ist ein Dilemma & ich verstehe wirklich die Wut der Gegner nicht. Denn hier will man das Skigebiet nicht wild erweitern, nur bestehendes besonders für Anfänger optimieren sowie erneuern.
    Ein Kompromiss wäre hier rein aus seilbahntechnischen Gründen & Praxisgründen (Skianfänger) erforderlich. Außerdem wäre der Südhang dann kein Skigebiet mehr, sondern ein geschlossenes Schutzgebiet.

  • 2
    4
    Tauchsieder
    17.05.2020

    "V4...." es hält sie keiner ab sich dafür einzusetzen, das wäre sehr löblich!
    Die Gebiete wurden aber schon im Hinblick auf wirtschaftliche Interesse damals so kartiert. Das es jetzt wieder wirtschaftliche Interessen sein sollen in diese Schutzgebiete einzugreifen ist ein No-Go und mit den Umweltverbänden nicht zu machen. Das LRA betrachtet wahrscheinlich solche Schutzgebiete als heimliche Baulandreserve und das da einige nicht nach ihrer Pfeife tanzen können die wahrscheinlich gar nicht verstehen.
    Um ihnen einen neuen Horizont aufzuzeigen empfehle ich ihnen die interaktive Karte des LfULG über die Schutzgebietsgrenzen, sowie die Begründung des EuGH zur "Waldschlössschenbrücke" in Dresden und des OVG Bautzen zum Schwarzbau des "Elsterradweg" im Nachbarkreis. Alles bei Google abrufbar.

  • 5
    3
    V4Snow
    16.05.2020

    @Tauchsiedler
    Ich habe nachgeschaut. Die Fläche, über die Diskutiert wird liegt weder im Naturschutzgebiet Fichtelberg, noch im FFH Gebiet Fichtelbergwiesen, noch im Vogelschutzgebiet "Fichtelberggebiet". Ich weiß also nicht wie genau ihre FFH Gesetze greifen sollen.
    Außerdem Weiterhin die Anmerkung: Das Naturschutz/FFH Gebiet Fichtelberg ist ein Stückwerk. Die beiden kleinen Flächen auf dem Haupthang schützen null die Natur. Andererseits gibt es viele Lücken im NSG am Fichtelbergsüdhang, die geschlossen werden könnten. Man müsste sich zusammensetzen und die Schutzgebiete im Sinne des Naturschutzes UND des Tourismus neu ordnen.

  • 6
    6
    Inke
    15.05.2020

    Ja, in Sachsen nimmt man's nicht so genau, wenn es um Natur- und Artenschutz geht. Da werden Rodungen mitten in der Brutsaison durchgeführt, Teiche zur Laichzeit abgelassen uswusf. Auch wenn viele hier keinen Sinn für grüne Interessen haben-wir leben in einem Rechtsstaat. Jeder Häuslebauer muss sich die entsprechenden Auflagen halten. Gesetz ist Gesetz. Punkt.

  • 5
    7
    Tauchsieder
    15.05.2020

    - Bundesnaturschutzgesetz !
    - Sächs. Naturschutzgesetz !
    - FFH - Richtlinien !
    - FFH - Artenliste !
    etc. .
    Ja "Bader", dann suchen sie mal einen Kompromiss. Gegen all die oben aufgeführten Gesetze und Vorschriften wurde hier verstoßen, oder wäre der Kompromiss die Missachtung dieser Gesetze?
    Umgekehrt wird ein Schuh draus. Hätte die Verwaltung ihre Arbeit nach Recht und Gesetz gemacht, wäre dies hier kein Thema. Welchen Grund sie dazu hatte gönnerhafterweis darüber hinwegzublicken, oder waren es Anweisung von "oben", lässt nur Vermutungen zu und da kann man so manches hineininterpretieren.

  • 6
    6
    Bader
    15.05.2020

    V4Snow: nichts hinzuzufügen...Nebeneinander von Nutzungsarten (Hier Tourismuns und Naturschutz) geht generell nur über Kompromisse der Beteiligten. Dazu sind die Naturschützer nicht bereits, da diese bei den Grünen (welche formale Organisation auch immer) als "Schwäche" betrachtet wird. Solange deren Ideologie so ist, kann man mit denen leider wirklich nicht berechenbar zusammenarbeiten. Die Grünen sollten mal versuchen, sinnvollen Kompromissen und pragmatischen Ansätzen einen Vorteil abzugewinnen. Jetzt im Nachhinein zu sagen, man hätte ggf. zugestimmt, entspricht wohl nicht den Erfahrungswerten der meisten Leute. Ansonsten hätte man das ja zumindest versucht, wenn man einen Hauch von Chance gehabt hätte und sich nicht in den absehbaren Rechtsstreit begeben....

  • 5
    6
    Tauchsieder
    15.05.2020

    Übrigens hätte sich der Erzgebirgskreis dies alles sparen können. Als Steilvorlage hatte es doch der Vogtlandkreis vorgemacht, wie man es eben nicht macht. Sicherlich war das Urteil des OVG Bautzen zu einem Schwarzbau in einem FFH-Gebiet im Vogtlandkreis dem Erz.kreis bekannt. Jetzt macht eben der Erz.kreis die gleiche Erfahrung, da hält sich das Bedauern in Grenzen.
    Das betroffene Gebiet am Fichtelberg liegt in einem FFH- und Vogelschutzgebiet. Hier gibt es nur ein paar wenige Ausnahmen für Eingriffe in das Gebiet. Volksbespaßung gehört auf jeden Fall nicht darunter. Das wiederum hätte die UNB des Erz.kreis aber wissen müssen, so etwas im Vorfeld zu erkennen ist ihre ureigenste Aufgabe, dafür werden die Leute bezahlt. Hier sollte man den NABU nicht als Blitzableiter verwenden, vielleicht sollte man die Verursacher ansprechen.
    Hr. K. Tucholsky hat es auf einen Nenner gebracht: - Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht. - !

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    6
    V4Snow
    14.05.2020

    @Tauchsiedler
    Ich weiß, dass NABU und BUND keine Parteien sind und teilweise andere Ansichten haben als die Grünen.

    Das ist aber den Leuten, die das hören und lesen egal. Vielleicht sollten die Grünen sich mal mit diesen Verbänden (deren MG sicher ein Teil ihrer Wähler sind) zusammensetzen oder aber sich von ihnen abgrenzen.

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    10
    Tauchsieder
    14.05.2020

    Der NABU ist keine Partei und somit nicht wählbar und steht den Grünen kaum nahe "V4...."!
    Diese Halbwahrheiten die sie hier verbreiten haben mit der Sache nichts zu tun.

  • 14
    6
    V4Snow
    14.05.2020

    Objektive Betrachtung unabhängig der Gesetzeslage im Detail:

    Die Flyline am Fichtelberg wurde ca. 50 bis 100m neben der 4Sesselbahn, der Skipiste und der Schwebebahn durch den Wald gebaut.
    Auch insgesamt befindet sich ihre Lage mitten im Ski/Aktivsportgebiet am Fichtelberg & NICHT abgelegen tief durch den Wald!
    Für die Attraktion wurden nur ein paar Bäume gefällt und all in all ist es ein Alurohr, gespannt durch den Wald, wo Gäste im mäßigen Tempo (sicher ohne zu schreihen) herrunterfahren.

    Der Ost/Nordostseite gegenüber stehen am Fichtelberg große Flächen auf ü900m auf seiner Westseite, Südseite ... die weitgehend unerschlossen sind & bleiben sollen. Diese machen weit mehr aus, als der erschlossene Bergteil oberhalb der Stadt!

    Das Skigebiet z.B. wollte mit den Naturschutzverbänden einen Fairen Kompromiss machen: die Südseite des Skigebiets wird aufgegeben für einen neuen Lift am Haupthang mit einer winzigen Pistenerweiterung. Solche sinnvollen Kompromisse werden von BUND und co. nicht beachtet. Warum?

    Weil diese Vereine die Realität völlig aus den Augen verloren haben - dies ist nur ein Beispiel. Es ist ihre Ideologie gegen die Flyline zu klagen. Das die Flyline maximal geringfügig die Vögel beeinflusst ist egal. Es geht darum 0% Nachzugeben und soviele Projekte wie möglich zu vereiteln, egal ob es im Endeffekt die Natur schützt. Investoren sind alle Umweltzerstörer: fertig.

    Was ist das Ergebnis? Ganz einfach. Die allgemeine Akzeptanz/Befürwortung für Umweltschutz, für Projekte gegen den Klimawandel etc. wird durch solche Aktionen/Klagen der Umweltverbände enorm negativ beeinflusst! Natürlich wählt im Erzgebirge keiner die Grünen, wenn immer nur sowas zu hören ist.

    Viele Menschen wollen einfach Aktiv Freizeit erleben. Der Fichtelberg eignet sich für Aktivsport, etc. sehr gut bezogen auf die Region. Mein Respekt wäre da, wenn man das endlich akzeptiert & sich eher für die Konzentration auf wenige solche Orte einsetzt.

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    lawstudent
    14.05.2020

    Alexander Krauß hat einfach nur recht, es handelt sich um „Grüne Freaks“. Im besten Fall macht man wegen 6-60 Vögeln so ein Theater... Und genau die stellt die Ursache dar, warum die meisten Menschen ein schlechtes Bild von den Grünen haben. Wir als Pouvoir constituant haben nicht umsonst ein antrophozentrisches Verständnis der Verfassung. Mit Verboten und Abrissen kommt man nicht weiter, mit Deliberation schon.