"Für selbstbestimmtes Leben"

Wildfremde Menschen einfach ansprechen und fragen, was sie da tun, gehört sich eigentlich nicht. "Freie Presse" macht es trotzdem. Heute: Kevin und Karl von solid

"Freie Presse": Wieso steht Ihr beiden hier auf dem Marktplatz von Annaberg?

Kevin: Wir wollen die Leute gegen den "Schweigemarsch für das Leben", der am 12. Juni hier stattfinden soll, mobilisieren.


Wieso seid Ihr dagegen? Leben ist doch was Schönes?

Genau! Wir wollen ja ein selbstbestimmtes Leben. Und dazu passt es eben nicht, wenn Frauen, die ihre Schwangerschaft abbrechen wollen, kriminalisiert werden. Die "Lebensschützer" aber wollen nicht, dass Frauen selbst entscheiden können.

Auf Eurem Plakat steht "Keine Eheprivilegien für Niemand". Was bedeutet das?

Karl: Wir sind dagegen, dass jemand, der verheiratet ist, mehr Rechte hat, als jemand der nicht verheiratet ist.

Zum Beispiel?

Dass gleichgeschlechtliche Paare nicht heiraten dürfen, oder dass Eheleute steuerliche Vorteile gegenüber unverheirateten Paaren haben. Auch wenn man ein Kind adoptieren will, muss man verheiratet sein.

Wie sind die Reaktionen auf Eure Aktion?

Die jungen Leute sind deutlich offener und interessierter. Insgesamt ist es hier im Erzgebirge aber schwierig, fortschrittliche Positionen zu vertreten. Aber uns ist es wichtig, die Diskussion anzustoßen.

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