Geyer will für Drehleitern der Nachbarn mit zahlen

In drei Orten des Altkreises gibt es Hubrettungsfahrzeuge. Diese decken im Ernstfall aber das gesamte Gebiet ab, rücken je nach Bedarf mit aus. Daher ist nun eine Umlage in der Diskussion.

Geyer.

Bei einem Brand in einem mehrstöckigen Wohnhaus geraten viele freiwillige Feuerwehren der Region in puncto Technik an ihre Grenzen. Das ist auch in Geyer der Fall, wo es keine eigene Drehleiter gibt. Doch die Bingestadt profitiert davon, dass drei andere Orte im Altkreis Annaberg solche Hubrettungsfahrzeuge angeschafft haben und auch die Einsatzbereitschaft der Wehren gegeben ist. Im Ernstfall würden eine oder mehrere dieser Drehleitern mit in die Bingestadt ausrücken. Daher will sich diese nun mit einer jährlichen Umlage an den Unterhaltungskosten für die Technik beteiligen.

Der Stadtrat hat eine entsprechende Zweckvereinbarung in seiner jüngsten Sitzung befürwortet. "Es ist einfach fair, dass wir einen Teil der Ausgaben mittragen", sagte Bürgermeister Harald Wendler (Die Linke). Auch in Geyer gebe es zum Beispiel mehrgeschossige Wohnhäuser im Wohngebiet. Wenn dort ein Brand ausbricht, wird die Drehleiter aus Ehrenfriedersdorf mit alarmiert - bei Bedarf auch weitere solche Fahrzeuge. Stationiert sind diese im Gebiet des Altkreises noch in Buchholz und Crottendorf. Letztere Gemeinde hat die Technik erst 2017 angeschafft - ein Hubrettungsfahrzeug für rund 590.000 Euro. Abzüglich Fördergeld musste die Gemeinde Kosten von etwa 152.000 Euro tragen. Doch dabei bleibt es nicht. In allen drei Orten laufen für die Drehleitern jährlich Ausgaben in unterschiedlicher Höhe an. In Crottendorf und Ehrenfriedersdorf geht man von etwa 20.000 Euro aus, in Annaberg-Buchholz lagen die Ausgaben bei bis zu 32.000 Euro. Was die Unterhaltungskosten betrifft, habe man sich daher bei einem Bürgermeistertreffen darauf verständigt, dass die Kommunen, denen die drei Drehleitern gehören, künftig 60 Prozent und die übrigen Orte im Altlandkreis 40 Prozent davon tragen.

Dem haben bereits mehrere Kommunen zugestimmt - darunter Jöhstadt. Hingegen wurde das Ganze in Sehmatal kritisch gesehen. Geyers Räte aber waren sich einig, dass man sich an den Ausgaben beteiligen will. "Die Kostenaufstellung ist fair. Es gehört sich, dass wir einen vernünftigen Beitrag dazu leisten", sagte etwa Thomas Müller (Bürgerforum). Für die Stadt bedeutet das jährliche Ausgaben von rund 1900 Euro. (mit af)

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