Geyer will Hexenfeuer eindämmen

Gebühren steigen dieses Jahr von 10 auf 50 Euro

Geyer.

Die Bingestadt möchte am 30. April nicht länger im Rauch ersticken. Die traditionellen Hexenfeuer an jenem Tag sollen eingedämmt werden. Sie haben laut Bürgermeister Harald Wendler (Die Linke) in der Kommune eine Größenordnung erreicht, die nicht mehr zu tolerieren sei. Um die 70 große und kleine Feuer habe es im Schnitt in den vergangenen Jahren immer gegeben. In manchen Jahren seien auch schon bis zu 90 in Geyer gezählt worden. Aufgrund der damit verbundenen Nebelschwaden sei die Stadt zugedeckt gewesen, von der Umweltbelastung ganz zu schweigen. "Das ging vor allem in manchen Jahren auch schon mittags los", ergänzte Stadtrat Matthias Langer (Die Linke).

In der Hoffnung, die Feuer zu reduzieren, wird die Gebühr pro Antrag ab sofort von derzeit 10 auf 50 Euro angehoben, hat der Stadtrat mehrheitlich beschlossen. Um nicht dem Vorwurf ausgesetzt zu sein, die Stadt will nur Geld machen, soll noch festgelegt werden, wie die erzielten Mehreinnahmen verwendet werden. Das soll in der nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses passieren, sagt Wendler. Stadtrat Peter Groß (Freie Wähler Bürgerforum) hatte angeregt, die eventuellen Mehreinnahmen dem Schulförderverein für das Pflanzen neuer Bäume zur Verfügung zu stellen. Außerdem will die Stadt dafür sorgen, dass ihre Bürger am Samstag vor dem 30. April auf dem Grünschnittannahmeplatz in Geyer ihren Strauch- und Heckenschnitt kostenlos abgeben können. "Damit muss der eine oder andere nicht die 50 Euro zahlen, um sein Zeug loszuwerden", betont der Bürgermeister. (tw)

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