Geyers Sandhusen-Ringel soll wachsen

Auf einer etwa 15 Kilometer langen Strecke können Fahrradfahrer das Gebiet um die Bingestadt und diese selbst kennenlernen. Im nächsten Jahr ist eine Erweiterung geplant. Dabei spielen auch Nachbarn eine Rolle.

Geyer.

Eine familienfreundliche Fahrradroute bei Geyer soll größer werden. Wie Matthias Langer, einer der Initiatoren, im Stadtrat mitteilte, ist eine Erweiterung des Sandhusen-Ringels geplant. Im nächsten Jahr soll ein Weg nahe dem Dreilagenstein eingebunden werden. Letzterer rührt daher, dass die Grenze zwischen Geyer und Zwönitz Anfang des 16. Jahrhunderts neu bestimmt worden war. An einer Stelle, an der drei verschiedene Besitztümer aneinander lagen, wurde damals ein Grenzstein errichtet.

Das Sandhusen-Ringel ist beim diesjährigen Bingefest eingeweiht worden. Es führt laut Stadtverwaltung auf einer etwa 15 Kilometer langen Strecke vorbei an lohnenswerten Punkten in und um Geyer. Initiiert wurde es von den Stadträten Ralf Schädlich und Johannes Scheithauer (Freie Wähler Bürgerforum) sowie Matthias Langer (Die Linke). Diese haben sich auch für die Erweiterung stark gemacht. Denn die Tour sollte eigentlich schon von Anfang an auch über Zwönitzer und Elterleiner Flur führen, doch die dafür ausgewählte Strecke war zu schlecht. Nun sei der Weg nahe dem Dreilagenstein im Auftrag des Staatsbetriebes Sachsenforst hergerichtet worden, was eine Vergrößerung des Sandhusen-Ringels möglich macht. Mit den Stadtverwaltungen von Elterlein und Zwönitz sollen dazu noch Abstimmungen erfolgen. "Zunächst wollen wir alles erneut abfahren. Die genaue Streckenführung für die Erweiterung soll nächstes Jahr festgelegt werden", so Matthias Langer.

Bislang kann man die Tour beispielsweise am Greifenbachstauweiher beginnen und dann durch den Geyerschen Wald bis zum Heideteich fahren, wo allerdings noch Bauarbeiten im Gang sind. Im weiteren Verlauf geht es bis ins Stadtzentrum - und über die Steigung am Lotterhof und den Bingeweg sowie die Ehrenfriedersdorfer Straße hinab ins Greifenbachtal. Von dort aus gelangen Radler wieder zum Stauweiher.

Ihren Namen hat die Tour einer Besonderheit in der Geschichte von Geyer zu verdanken. Nach dem Niedergang des Bergbaus hätten die Menschen andere Erwerbsmöglichkeiten suchen müssen, informieren Touristiker. Neben dem Klöppeln und der Posamentenindustrie sei dies in Geyer der Verkauf von Scheuersand gewesen, der als Nebenprodukt der Kiesgruben in der Umgebung anfiel. Die Kinder seien ausgezogen, um eben diesen Sand zu verkaufen - meist hätten sie ihn dafür in ihren Hosentaschen deponiert. Daher rührt der Name Sandhusn oder eben Sandhusen.

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