Grenzwert gerissen: Warum das RKI das Erzgebirge am Montag noch nicht als Risikogebiet eingestuft hat

Am Montag wurden mehr als 50 neue Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gemeldet. Damit ist der entscheidende Grenzwert überschritten.

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55 Kommentare
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  • 6
    0
    FamilieHofmann
    13.10.2020

    @FreiePresse
    Das RKI zieht eben nicht noch andere Aspekte der Erkrankung hinzu sondern betrachtet allein die laborbestätigten Fälle: "In Einklang mit den internationalen Standards der WHO wertet das RKI alle labordiagnostischen Nachweise von SARS-CoV-2 unabhängig vom Vorhandensein oder der Ausprägung der klinischen Symptomatik als COVID-19-Fälle."
    (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html).

    Da selbst die sächsische Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen am 13.10. Daten anzeigt, die weit unter denen liegen, die der Erzgebirgskreis veröffentlicht hat, scheint hier ein Übermittlungsproblem an der Basis vorzuliegen. Man wäre wahrscheinlich schneller, wenn man die Datennzu Fuß nach Berlin zum RKI bringen würde...

  • 9
    0
    DanielW
    13.10.2020

    Mit Erstaunen musste ich feststellen, dass am Dienstag, dem 13.10. Um ca. 06.00 Uhr das RKI den Erzgebirgskreis mit 28,1 Fällen pro 100.000 Einwohnern in den letzten 7 Tagen listet. Ab Samstag wollen viele Erzgebirger in die wohlverdienten Ferien aufbrechen. Die Unsicherheit ist mehr als gross. Ich würde mir wünschen, dass hier eine wirkliche Aufklärung erfolgt. Liegt es nun an den verzögert gemeldeten Zahlen oder berechnet das RKI tatsächlich weitere Faktoren mit ein? Ihr Artikel, obwohl gut gemeint, gibt keine Antwort auf diese Frage.

  • 12
    3
    JochenV
    12.10.2020

    Ehe wir uns hier erhitzen, sollten wir endlich die Inzidenzzahl auf die gültige Basis stellen: Statt Anzahl der positiv/falschpositiven Tests pro 100.000 Ew muss es heißen Anzahl der positiv/falschpositiven Tests pro 100.000 durchgeführte Tests. Und Nachmeldungen aus früheren Tests müssen unterbleiben. Und der Satz, dass eine Vireninfektion (und schon gar nicht eine nicht mal eindeutig nachgewiesene) keineswegs mit Erkrankung gleichzusetzen ist, gehört zu jeder Meldung dazu

  • 30
    9
    SzB85
    12.10.2020

    Ja, überall an der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien schreiben die deutschen Grenzenlandkreise höhere Zahlen, als die Landkreise, die in der zweiten Reihe sind. Soviel von Eigenverantwortung und Umgang mit der Freiheit der offenen Grenzen und nicht wiederholtem Lockdown.

  • 50
    8
    HundG
    12.10.2020

    Im Erzgebirge spitzt sich die Corona-Situation zu und im Freizeitbad Aqua Marien trifft man Familien aus Tschechien, die hierher kommen, nachdem dort der Notstand ausgerufen und die Bäder geschlossen wurden. Wenn man sich dann die andererseits bestehende Reisebeschränkungen anschaut, ist das einfach unverständlich.
    Die Fragebögen zur Erfassung der Personalien liegen zwar auch in tschechischer Sprache aus, aber eine grenzüberschreitende Nachverfolgung von Infektionsketten dürfte wohl mit einigem zusätzlichen Aufwand verbunden sein.