Häuslebauer müssen sich noch in Geduld üben

Erschließung von neuem Wohngebiet in Steinbach nicht vor 2020 in Sicht

Steinbach.

Eigentlich sollte alles schneller gehen, es war geplant, Ende des Jahres mit ersten baulichen Aktivitäten auf dem künftigen Eigenheimstandort oberhalb des Steinbacher Freibades zu beginnen. Dieser Zeitplan ist nicht zu halten, das wird frühestens 2020, sagt Alain Reinicke. Ihn hat der Steinbacher Günter Tippmann, dem das rund 14.000 Quadratmeter große Grundstück gehört, als Investor für das geplante Wohngebiet gewinnen können. Als Investor ist er in erster Linie für die ganze Erschließung des Areals verantwortlich. Und genau da liege das Problem, weshalb der ursprüngliche Zeitplan über den Haufen geworfen werden müsse. "Die Erschließung wird einfach sehr teuer. Es müssen die Straße zu dem Gebiet neu gebaut sowie sämtliche Versorgungsleitungen erneuert werden", erklärt der Chemnitzer Immobiliendienstleister. Ursprünglich war er davon ausgegangen, dass die eine oder andere Leitung vor Ort verwendet werden kann. Schließlich handelt es sich bei dem Grundstück nicht um grüne Wiese, sondern um das Gelände des ehemaligen Ferienheimes VEB Energiebau Radebeul. Und das war auch damals schon etwa mit Strom und Abwasserkanal erschlossen. Insbesondere Letzteres, die Entsorgung des Abwassers, mache die ganze Situation kompliziert. "Uns wird nichts weiter übrig bleiben, als in dem Gebiet mehrere kleine vollbiologische Kläranlagen zu bauen." Dahingehend seien auch neue rechtliche Bedingungen zu beachten. Das heißt unter anderem, dass auf jedem Grundstück ein sogenannter Übergabeschacht zu errichten ist.

Finanziell betrachtet kalkuliert Reinicke unter den derzeitigen Gegebenheiten mit Erschließungskosten von circa 50 Euro je Quadratmeter. Dazu komme noch die Summe, die ihn der Kauf des Tippmannschen Grundstückes koste. "Da bin ich am Ende vielleicht irgendwo bei 80 bis 85 Euro pro Quadratmeter", so Reinicke. Für ihn ist das eine Summe, die für potenzielle Häuslebauer nicht mehr interessant sei, jedenfalls nicht in Steinbach.


Um das Vorhaben mit insgesamt 17 Parzellen dennoch umzusetzen, will Reinicke nun noch einmal alles neu kalkulieren. Ziel dabei sei es, am Ende bei 50 Euro je Quadratmeter rauszukommen, damit die Flächen auch an den Mann gebracht werden können. Mit der Stadtverwaltung Jöhstadt seien alle Dinge vorbesprochen, sodass von dieser Seite keine Einwände gegen das Projekt zu erwarten seien.

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