Haus bereichert seit 25 Jahren Miteinander am Fichtelberg

Für ganz unterschiedliche Altersgruppen hält das Oberwiesenthaler Familienzentrum Angebote bereit und zieht sogar Besucher aus dem benachbarten Tschechien an. Doch an manchen Stellen drückt den Ehrenamtlichen auch der Schuh.

Oberwiesenthal.

Dass Menschen zwischen 0 und 90 Jahren regelmäßig die Türklinke zum ehemaligen Jugendclub an der Annaberger Straße drücken, um sich mit Gleichgesinnten zu treffen, hat vor wenigen Jahren noch niemand geahnt. Jetzt hat das Familienzentrum Oberwiesenthal sein 25-jähriges Bestehen gefeiert.

Zur Festveranstaltung und dem dazugehörigen Familientag kamen auch Gäste aus einer Kunstgrundschule in Ostrov. Sie spielten ein Theaterstück und musizierten. Auch das Chorensemble Oberwiesenthal trug zum Gelingen der Festes bei. "Das alles hat die Feier besonders bereichert", freut sich Anja Süß, die Leiterin der Einrichtung.

Auch sonst schauen manchmal Frauen aus Böhmisch Wiesenthal oder Tschechisch Hammer vorbei. Es seien vor allem Mütter mit Kleinkindern, die über die Grenze Kontakt zum Haus suchen. Dort gibt es jede Woche eine Vielzahl von Kreativ- und Bastelangeboten, Seniorennachmittagen und auch Sportveranstaltungen für die unterschiedlichen Altersgruppen. "Natürlich wollen die meisten unserer Besucher vor allem relaxt zusammen sein, ein Tässchen Kaffee trinken oder einfach miteinander reden", weiß die Leiterin des Hauses. "Aber wir veranstalten nicht nur Kaffeeklatsch. Wir wollen Hilfe anbieten und Inhalte vermitteln." Dazu gehören Vorträge, Workshops und vor allem eine Elternberatung.

Seit Beginn des Jahres bietet die Annaberger Sozialpädagogin Nadja Hiller immer freitags Beratungen an. "Das könnte noch besser genutzt werden", sagt Anja Süß. Sie spürt auch, dass das Mitarbeiterteam im Haus gut mit jüngeren Männern und Frauen aufgestockt werden könnte.

Andererseits sind die finanziellen Mittel der Begegnungsstätte eher bescheiden ausgelegt. Das Haus finanziert sich mit Vereinsgeldern, über Projekte, durch Zuwendungen vom Jugendamt und aus kommunalen Mitteln. "Da lassen sich keine sensationellen Aktionen starten", so die Verantwortliche.

"Wir sind vor zehn Jahren hier eingezogen", erinnert sich Anja Süß. Die Oberwiesenthaler Freizeitkiste, wie sich das Begegnungszentrum auch nennt, hat nach zehn Jahren Heimat in Räumen des Oberwiesenthaler Ferienparkes jetzt in dem einstigen Lehrerhaus eine gute Adresse. "Die Menschen, die uns finden wollen, haben kein Problem mit der Stadtrandlage. Wir haben hier genügend Platz und ruhige Außenanlagen." Über die Jahre sind die Besucher der unterschiedlichen Interessengruppen in den sechs Zimmern des Gebäudes heimisch geworden. Am Haus entstanden unter anderem ein schöner Spielplatz, ein Sinnespfad und eine Kräuterspirale. "Ein Oberwiesenthaler hat uns außerdem eine kleine Holzhütte gesponsert, die wir für unterschiedliche Aktionen nutzen", freut sich Anja Süß.

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