Hilfe nach Großband: Von Kettensäge bis Muskelkraft

Das Feuer, das am 7. Juli auf dem Vierseitenhof der Familie Thiele gewütet hat, hat nicht nur Gebäude zerstört und Tieren das Leben gekostet. Auch gelagertes Feuerholz und Geräte wurden vernichtet. Mit den Folgen werden die Landwirte aber nicht allein gelassen.

Schlettau.

Eine Welle der Hilfsbereitschaft macht Familie Thiele aus Schlettau wieder Hoffnung. Am vergangenen Wochenende hielten Feuerwehrleute, Freunde, Bekannte und Nachbarn Wort und rückten zu einem Arbeitseinsatz auf den Vierseitenhof aus. Wie Paul Schaarschmidt vom Kreisfeuerverband Erzgebirge berichtet, waren unter den Helfenden beispielsweise Mitglieder der Scheibenberger Feuerwehr. Die Wehr hatte aus Mitteln der Kameradschaftskasse eine neue Kettensäge gekauft, die am Samstag übergeben wurde. Nicht die erste Spende, die die Familie erreichte. Auch die Frohnauer Firma Stihl Service von Thomas Müller hatte bereits eine Motorsense übergeben. Immerhin waren bei dem Großbrand, der am 7. Juli zwei Scheunen komplett zerstörte, Tiere getötet sowie Futter, Brennholz und viele Werkzeuge und Gerätschaften vernichtet worden.

Bei den Sachspenden blieb es aber nicht. Wie Schaarschmidt mitteilt, sollte die Aktion der Scheibenberger Wehr mit Muskelkraft und Technik untersetzt werden. Daher riefen mehrere Wehren ihre Mitglieder zum Arbeitseinsatz auf. Am Ende kamen Vertreter der Feuerwehren aus Buchholz, Cunersdorf, Frohnau, Scheibenberg, Neundorf, Geyer und Neudorf. Im Gepäck hatten sie Kettensägenausrüstung, Einsatzfahrzeuge und einen Traktor mit Seilwinde. Zudem stießen Freunde und Bekannte dazu. Und noch mehr: "Das Cunersdorfer Forstunternehmen von Christian Hegenbarth spendete insgesamt drei Lkw-Ladungen fertig gespaltetes und trockenes Brennholz, passend für die Holzhöfen im Wohnhaus", so Paul Schaarschmidt.


Die vielen Helfer teilten sich in mehrere Gruppen. Das gespendete Brennholz wurde gestapelt, die Kettensägenführer gingen in den Wald, um weiteres Brenn- und Nutzholz bereitzustellen. Am kommenden Samstag ist ein weiterer Arbeitseinsatz geplant, dann soll es auch an die Beräumung der zwei niedergebrannten Scheunen gehen. "Eine derartige Aktion und Sympathie sind genau das, was die Kameradschaft in der Feuerwehr auszeichnet", so Schaarschmidt. (aed)

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