Hobbygärtner lassen sich nicht unterkriegen

Familie Tuchscheerer aus Tannenberg hat einiges durch mit ihrem Steingarten, fünf mal stand er unter Wasser. Nun erstrahlt er in neuem Glanz - und konkurriert bei der Gartenmeisterschaft.

TANNENBERG.

Natur pur: So präsentiert sich der Steingarten von Regina und Dietmar Tuchscheerer in Tannenberg. Mehr als 30 verschiedene Pflanzenarten wachsen und gedeihen im Garten in einer bunten Vielfalt. Sie bilden zugleich ein regelrechtes Biotop, in dem sich allerlei Insekten tummeln. "Der Steingarten ist Natur pur", sagt Dietmar Tuchscheerer. Dabei ist viel Arbeit und Engagement erforderlich gewesen, um die anheimelnde Anlage wieder so herzurichten.

Schließlich haben die Tannenberger schon einmal ein solches Kleinod auf ihrem Grundstück besessen. Aber Wasser und Schlamm ohne Ende haben 2016 alle Naturschönheit zunichtegemacht. Ganze fünf Mal hat der Garten unter Wasser gestanden, haben Überschwemmungen ganze Arbeit geleistet. Aber Sandsäcke gehören auch heute noch zum Bild des Grundstückes in der Schlettauer Straße. Die Gefahr ist noch nicht gebannt. Wild abfließendes Wasser kann jederzeit wieder in das Grundstück eindringen.

Ganze Arbeit haben seit Ende Juli 2016 auch Regina und Dietmar Tuchscheerer geleistet. Sie haben begonnen, den Steingarten wieder aufzubauen. Mit der Bepflanzung bis in den Herbst vorigen Jahres, erstrahlt das Stück Natur wieder im neuen Glanz. Lavendel, Eisenhut, Walderdbeere, Lupinen, Enzian, Steinkraut, Ginster und neben anderen Pflanzen allerlei Bodendecker, schmücken den Garten. Wert wurde vor allem auf Pflanzen gelegt, die im Hochgebirge beziehungsweise im Gebirge vorkommen. Im Fußweg eingebrachte Lämpchen strahlen die ganze Anlage an. Für die allgemeine Pflege der Pflanzen zeichnet sich Ehefrau Regina zuständig.

"Die Pflege ist notwendig, aber man muss wenig jäten und alles braucht nur wenig Wasser", so Elektroplaner Dietmar Tuchscheerer. Bis zur Fertigstellung war es freilich ein steiniger Weg. Für die sind große Steine verwendet worden. Dann wurde eine textile Abdichtung aufgebracht, die mit Erde ohne Lehmanteil aufgefüllt worden ist. 42 Tonnen an Steinen sind allein für die Mauer verbaut worden. Diese Felsbrocken sind innerhalb einer Woche mit Hilfe eines Baggers an Ort und Stelle gelangt. "Für diese Arbeiten musste vorübergehend der Carport weichen", berichtet der 66-Jährige. Die Steine für den Garten kommen aus Niederschlag und Hammerunterwiesenthal. "Es war uns wichtig, dass sie aus einheimischen Gefilden kommen", unterstreicht der Heimatfreund und Vorsitzende des Erzgebirgszweigvereins Tannenberg. Mit ihrer blau-braunen Farbgebung fügen sie sich zudem wie gewachsen ins Areal ein.

Das Ehepaar ist froh, den Garten wieder so schmuck hergerichtet zu haben. Und nun hoffen die Tannenberger natürlich, dass sie von neuen Unbilden verschont bleiben. Mit ihrem gestalterischen Kleinod beteiligen sie sich an der Gartenmeisterschaft in der Sonderkategorie "Steingärten". Die Gewinner werden am 13. Oktober bei einem Kartoffelfest im RHG-Markt gekürt. Für sie stellt der RHG-Markt Preise im Wert von 1700 Euro bereit, hinzu kommen Gutscheine.

Die "Freie Presse" Annaberg und der RHG-Markt in der Kreisstadt veranstalten die Gartenmeisterschaft 2018. Es gibt vier Kategorien: Blumen/Exoten, Obst/Gemüse/Kräuter, Skurriles sowie die Sonderkategorie schönste Gartenteiche und Steingärten. Einsendungen sind bis zum 2. Oktober möglich. Vorschläge können per Mail oder Post eingesendet werden - unter red.annaberg@freiepresse.de oder "Freie Presse" Annaberg, Markt 8 in 09456 Annaberg-Buchholz.

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